Krauß bedauert Rückzug des Klinikums

CDU-Mann zu BAK-Aus: Personal in Schneeberg ist verprellt worden

Schneeberg.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß hat die Entscheidung des Klinikums Chemnitz bedauert, sich aus dem Schneeberger Bergarbeiterkrankenhaus (BAK) zurückzuziehen. "Aus meiner Sicht wurde nicht intensiv genug an einem zukunftszugewandten Konzept gearbeitet", sagte er. Auch hätte das Konzept schon vor einem Jahr erarbeitet werden müssen. Das Verhältnis der beiden Gesellschafter, des Klinikums Chemnitz und der Stadt Schneeberg, sei in der vergangenen Wochen stark belastet gewesen. Der Umgang mit den Mitarbeitern sei beklagenswert. "Die wichtigste Ressource eines Krankenhauses, nämlich die Ärzte, Krankenschwestern und das übrige Personal, hat man verprellt", so Krauß. Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) ist zwar nicht von dem aktuellen Beschluss betroffen. Aber auch das MVZ drohe durch die Entscheidung des Klinikums Chemnitz beschädigt zu werden, so Krauß. Potenzial für ein stärkeres Engagement im haus- und augenärztlichen Bereich gebe es für das MVZ allemal.

Die Sorge um die Poliklinik teilt Matthias Preiß, CDU-Fraktionsvorsitzender im Schneeberger Stadtrat: "Der Standort am BAK muss erhalten bleiben." Die Entscheidung des Klinikums Chemnitz nicht mehr an der weiteren Umstrukturierung des BAK mitzuwirken sei für den Stadtrat sehr überraschend gekommen. "Wir sind von der Klinikleitung enttäuscht", sagt Matthias Preiß. "Um unser Krankenhaus zu retten, hat sich die Bergstadt 2006 bewusst für das Klinikum, das eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Chemnitz ist, entschieden." Durch die Wahl eines Partners aus der kommunalen Familie habe man darauf vertraut, dieselbe Interessenslage zu haben.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.