Lauter-Bernsbach baut Schulden ab

Die Stadt ist finanziell gut aufgestellt. Daran soll sich 2019 nichts ändern. Es wird gespart, aber auch investiert - mit Bedacht.

Lauter-Bernsbach.

Auf finanziell sicheren Füßen steht die Stadt Lauter-Bernsbach. "Wir können Schul-den abbauen und entwickeln uns in die richtige Richtung", sagte Bürgermeister Thomas Kunzmann (Freie Wähler), nachdem Kämmerin Sylvia Hedrich während der jüngsten Stadtratssitzung den Haushaltsentwurf 2019 erläutert hatte.

Auch sie ist voller Zuversicht. "Wenn ich bedenke, dass wir 2013 mehr als vier Millionen Euro Schulden hatten, ist es wirklich ein positiver Trend", so Hedrich. Ende dieses Jahres - sofern alles planmäßig läuft - stehen nur noch 1,3 Millionen Euro Schulden zu Buche. Das sind pro Kopf 145 Euro. Und 2020 kann vielleicht ein weiterer Kredit getilgt werden. Überstürzen will Hedrich indes nichts. Sie hat deshalb den Schlusssatz unterm Haushalt 2019 mit Bedacht gewählt. Es ist ein Zitat des Stadtchefs zum gleichen Thema im vorigen Jahr. "Wir wissen nicht, wie lange der Speck noch in der Kammer liegt", hatte Kunzmann damals erklärt.

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In Summe stehen im Ergebnishaushalt 12,2 Millionen Euro an Erträgen Ausgaben von 12,6 Millionen Euro gegenüber. Das bedeutet ein Minus von 400.000 Euro, das die Stadt aber mit Basiskapital ausgleichen darf. "Dafür sind genügend Mittel vorhanden", so Hedrich. Der Finanzhaushalt sei ausgeglichen. Einzahlungen 11,8 Millionen Euro - Auszahlungen 11,1 Millionen Euro: also sogar ein Plus von 760.000 Euro, von denen ein Teil in die Kredittilgung fließt. Im Bereich der Einkommens- und Gewerbesteuer stiegen die Einnahmen teils beträchtlich. Wie lange das Hoch in der Wirtschaft anhält, könne keiner sagen. "Im Moment spüren wir das noch." Die Ausgaben erhöhten sich ebenfalls, so sind 250.000 Euro mehr für die Kreisumlage nötig. Die Personalkosten stiegen um 90.000 Euro aufgrund von Tarifanpassungen. Sonst gab es das normale Auf und Ab in den einzelnen Bereichen. Während etwa bei den Energiekosten für Oberschul-Turnhalle und Bauhof 22.000 Euro weniger angenommen werden können, sind 30.000 Euro für die Ausstattung der Schulen nötig. Zum Beispiel für Stühle, was auch mit dem neuen Anbau an der Grundschule in Bernsbach zusammenhängt.

Problematisch ist laut Kämmerin die Planung von Projekten mit Fördermitteln, da sich Bescheide und Zusagen teils weit nach hinten verschieben. Insgesamt sei man vorbereitet und habe gut gespart, um genügend Eigenmittel bereitzuhalten, etwa für das millionenschwere Vorhaben des Sportplatzbaus an der Ludwig-Jahn-Straße.

Ausgegeben wird dieses Jahr der Rest der "Hochzeitsprämie" für die freiwillige Fusion von Lauter und Bernsbach 2013. Von knapp einer Million Euro sind noch 171.000 Euro übrig, die für Parkplatzbau an den Kirchen, den Wanderparkplatz auf dem Spiegelwald sowie mit 126.000 Euro vor allem in den Kauf neuer Feuerwehrautos fließen.

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