Marmeladen-König kommt aus Stollberg

Der Wettbewerb hat im Rahmen des Kräutertages in Schönheide stattgefunden. 49 verschiedene Proben waren zu testen.

Schönheide.

Erdbeeren, Schwarze Johannisbeeren und Schwarzbeeren - das ist die Mischung, die sich beim Marmeladen-Wettbewerb in Schönheide in diesem Jahr unter 49 abgegebenen Proben durchgesetzt hat. Eingereicht wurde sie von Matthias Ebert aus Stollberg, der sich jetzt "Marmeladen-König 2019" nennen darf.

Zehn Marmeladen hatten es ins Finale geschafft, das am Samstag im Rahmen des Kräutertages auf dem Gelände des Hotels "Zum Forstmeister" stattfand. Eine Fachjury und Besucher des Hotels hatten zuvor die Top 10 ausgewählt. Der neue Marmeladen-König sagte zu seiner Mischung: "Die Beeren sind alle selbst gepflückt. Außer den Früchten, Gelierzucker und ein wenig Zitronensaft ist nichts drin in der Marmelade." Der 63-Jährige schwingt seit 20 Jahren selbst den Marmeladen-Löffel. "Die aus dem Supermarkt hat uns irgendwann nicht mehr geschmeckt. Da haben wir es ausprobiert, selbst Marmelade zu kochen und sind dabeigeblieben."


Am Wochenende drehte sich im Schönheider Hotel alles um das Thema Kräuter. Die Gundermann-Akademie bietet derzeit in Schönheide den zehnten Kurs zur Ausbildung von Kräuterpädagogen an. Eine der Teilnehmerinnen ist Elke Hopstock aus Böhlen. Die 67-Jährige hat bei ihrer Anreise für Aufsehen gesorgt, denn sie ist nicht etwa mit dem Auto gefahren, sondern war zu Fuß unterwegs. Zusammen mit Eselin Heidy hat sie in elf Tagen 113 Kilometer zurückgelegt. "Losgelaufen sind wir am Störmthaler See in Dreiskau-Muckern", erzählt Hopstock, die solche Touren seit drei Jahren unternimmt. "Ich hatte einmal die Idee, mit einem Esel über die Alpen nach Italien zu laufen, aber das habe ich mich noch nicht getraut." Unterwegs erlebt Elke Hopstock eine ganze Menge und kann zahlreiche Geschichten erzählen: "Das ist genau das, weshalb ich mich quäle. Man kann es schlecht beschreiben, was das für Erfahrungen sind, die man macht. Die Leute sind interessiert und sofort sehr offen, man führt unzählige Gespräche und es gibt keine Fassade mehr zwischen den Menschen. Das Tier öffnet alle Herzen und alle Türen. So werde ich zum Beispiel von der Straße weg spontan zum Kaffee eingeladen." Sie ist überzeugt: "Wenn man die Hoffnung an die Menschen verloren hat, dann sollte man so etwas machen, wie ich jetzt. Dann erlebt man die Menschen, wie sie eigentlich sind tief drin in ihren Herzen."

Kräuterpädagogen, die ihre Ausbildung in Schönheide bereits erfolgreich absolviert haben, nutzen die Gelegenheit und treffen sich jedes Jahr zum Kräutertag, um sich auszutauschen. Birgit Weiß aus Schwarzenberg gehört dazu: "Durch die vielen Aussteller beim Kräutertag findet man gute Anregungen." Gerolf Seidel von der Geschäftsleitung des Forstmeisters zieht ein positives Resümee: "Der Kräutertag hat eine gute Resonanz erfahren und ist ein Erfolg gewesen. Wir hatten über 30 Mitwirkende und zahlreiche Besucher." Seidel macht schon jetzt auf 2020 neugierig, dann feiert man beim Forstmeister 30-Jähriges und will sich etwas Besonderes einfallen lassen.

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