Mehrere Notfälle wegen Pilzvergiftung in Auer Klinik

Schwamme-Schwemme in der Region birgt auch Gefahren

Aue/Annaberg.

Im Auer Helios-Klinikum ist in der diesjährigen Pilzsaison ein Anstieg der behandlungsbedürftigen Pilzvergiftungen zu verzeichnen. Das berichtet ein Sprecher des Krankenhauses. "Die absolute Anzahl lag zwar in den vergangenen zwei, drei Wochen nur im einstelligen Bereich, ist damit aber spürbar höher als sonst üblich."

Das Klinikum führt den Anstieg der Behandlungen auf die aktuelle Schwamme-Schwemme zurück. Meldungen über reichliche Pilzfunde in der Region verleiteten womöglich auch den einen oder anderen, der sich nicht so gut mit Pilzen auskennt, zum Sammeln.

Auch im Erzgebirgsklinikum in Annaberg-Buchholz waren zuletzt vermehrt Pilzvergiftungen registriert worden ("Freie Presse" berichtete). So gab es etwa fünf Fälle in der Notaufnahme, wobei es auch zu stationären Aufnahmen kam, sagte Sprecher Thomas Richter. Nach der entsprechenden Behandlung seien aber alle Patienten als geheilt wieder entlassen worden. Als Hauptursache der Vergiftungen nannte Thomas Richter die Verwechslung von essbarem Champignon und giftigem Knollenblätterpilz.

Entwarnung kommt wiederum aus dem Klinikum Mittleres Erzgebirge. Hier wurden bislang keine Patienten mit Vergiftungserscheinungen vorstellig, erklärt Klinikum-Geschäftsführer Knut Hinkel.

Bereits geringe Mengen können beim Verzehr von giftigen Pilzen Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Typische Symptome, die auch erst Stunden oder sogar Tage nach der Mahlzeit auftreten, sind Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schweißausbrüche oder eine Gelbfärbung der Haut. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte sofort der Rettungsdienst gerufen werden. (juef/mik/tw)

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