Mini-Panzer rollen durch Auer Garten

Rico Junghanns widmet sich täglich mindestens zwei Stunden seinem Hobby: dem Modellbau. Dem Erzgebirger haben es dabei nicht nur Militärfahrzeuge angetan.

Aue.

Obstbäume, Rasenflächen, Blumen und Gemüsebeete. So stellen sich die meisten einen Garten vor. Bei Rico Junghanns, dem Teamleiter der Interessengemeinschaft (IG) Modellsport Aue, ist das allerdings ein klein wenig anders: Der Auer hat vor fünf Jahren begonnen, eine Landschaft in seine Parzelle zu zaubern, durch die Modellfahrzeuge rollen. Das Areal wächst und entwickelt sich seither immer weiter. Nun existiert bereits eine komplette Panzerfahrstrecke.

Doch Panzer allein seien auf Dauer langweilig, deshalb habe er begonnen, Schienen zu verlegen, damit eine Eisenbahn rollen kann. Natürlich maßstabsgerecht, damit Panzer verladen und transportiert werden können. Irgendwann soll noch eine Stadt für Laster hinzukommen. "So wie im Garten, sieht es in meinem Kopf aus", sagt Junghanns und schmunzelt. Der Auer beschäftigt sich von Kindesbeinen an mit Modellbau. Die Detailverliebtheit ist in der Modell-Landschaft mit Häusern, Brücken, Schützengräben, Flugzeugen und gegnerischen Panzern nicht zu übersehen. Menschen sind erkennbar, in den Häusern stehen Möbel. "Alles, was verbaut wurde, ist zusammengetragener Schrott - Dinge, die andere Leute wegwerfen", berichtet Junghanns, der die Rohstoffe nutzt und verarbeitet. Der Hangar auf dem Gelände besteht beispielsweise aus Wellpappe.


Am vergangenen Samstag hat die IG Modellsport Aue auf dem Areal ihre Sommeroffensive veranstaltet. Da drehte sich alles um Panzer, Bagger und Eisenbahn. Modellbauer trafen sich dort zum Erfahrungsaustausch. In der IG sind aktuell45Modellsportbegeisterte organisiert, im militärischen Bereich 20 Leute. "Es geht dabei nicht ums Schießen, sondern um den Detail-Modellbau. So ein Panzer bietet ja jede Menge Möglichkeiten. Das Faszinierende ist, dass man auf engstem Raum sehr viel moderne Technik hat. Es gibt immer etwas, das man bauen und optimieren kann", sagt Junghanns. Der 45-Jährige, der sich täglich mindestens zwei Stunden seinem Hobby widmet, fügt an: "Die Schüsse werden nur mit Blitzen simuliert. Außerdem ist ein Soundmodul verbaut, sodass man auch den originalen Motoren-Klang hört."

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