Minister bringt Geld für Spielplatz

Als alte Geräte abgebaut worden sind, gab es Kritik von Stützengrünern. Nun zeigt sich: Am selben Platz entsteht etwas Neues.

Stützengrün.

Für den Bau eines neuen Spielplatzes, der vor allem die Motorik von Kindern fördert, hat Stützengrün 105.000 Euro Fördermittel vom Land bekommen. Insgesamt wird die Gestaltung des etwa 5000 Quadratmeter großen Areals in der Nähe der Grundschule Stützengrün 150.000 Euro kosten.

Ein Teil des Geländes war schon immer Spielplatz. Allerdings waren die Geräte in die Jahre gekommen. Ein großes Klettergerüst wurde vor einem halben Jahr abgebaut. Die jetzt noch vorhandene Schaukel soll zumindest noch dieses Jahr stehen bleiben. Baubeginn für den neuen Motorikspielplatz soll 2021 sein. Wie Stützengrüns Bürgermeister Volkmar Viehweg am gestrigen Freitag erzählte, gab es viele Eltern und Großeltern, die bereits befürchteten, dass die Spielfläche ganz verschwindet. "Heute geben wir das Signal an die Öffentlichkeit, dass etwas Neues und sicherlich Besseres entsteht", so Viehweg.

Geplant sind unter anderem Hangrutschen, eine Seilbahn, ein Beach-Volleyballplatz, Fitness-Parcours sowie Ruhezonen. Lutz Rößel, Leiter der benachbarten Grundschule, freut sich auf neue Möglichkeiten der spielerischen und sportlichen Betätigung für seine 240 Schüler. Die haben den öffentlichen Spielplatz auch bisher schon gern genutzt. Aber das Areal ist nicht nur für junge Leute gedacht, auch ältere können sich an den Geräten ausprobieren oder auf Ruhebänken sitzend einfach ihren Kindern oder Enkeln beim Toben zuschauen.

Die Förderung für den neuen Spielplatz kommt aus dem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum in Sachsen. Dass es auch in Stützengrün noch viel zu tun gebe, betonte Volkmar Viehweg. Er verwies unter anderem auf den schlechten Zustand der Schulstraße. Die soll 2021 gebaut werden, eine Investition von 3,2 Millionen Euro.

Thomas Schmidt, Minister für Regionalentwicklung, der am gestrigen Freitag den Fördermittelbescheid für den neuen Spielplatz überreichte, machte darauf aufmerksam, dass die Förderperiode für die Jahre 2014 bis 2020 noch einmal um zwei Jahre verlängert wird. Wie viel Geld das zu schnürende Paket umfasst, darüber werde in den nächsten Wochen beraten. "Wir verfolgen bei der Förderung seit Jahren das Ziel, die Entscheidungen der regionalen oder kommunalen Ebene zu überlassen. Das garantiert, dass die Projekte breit und individuell aufgestellt werden." Fördermittel seien Steuergelder, und die müssten im Interesse der Leute vor Ort eingesetzt werden, betonte Schmidt.

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