Minister in renaturiertem Moor zu Gast

Projekt in Johann'stadt folgen weitere Vorhaben

Johanngeorgenstadt.

Im Erzgebirge sollen in den kommenden vier Jahren zehn frühere Moorgebiete wieder hergestellt werden. Das sagte Dirk-Roger Eisenhauer, Leiter des Kompetenzzentrums Wald und Forstwirtschaft bei Sachsenforst, am Freitag in Johanngeorgenstadt. Dafür sei ein sechsstelliger Zuschuss aus dem Waldklimafonds des Bundes beantragt. Schon 2021 sollen zwei Moore renaturiert werden, davon eines im Auersberggebiet, ergänzte Stephan Schusser, Leiter des Forstbezirks Eibenstock. Anlass war der Besuch von Wolfram Günther (Grüne), sächsischer Minister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, in Johann'stadt.

Im Waldgebiet zwischen Sauschwemme und Kammweg schaute er sich das Große Eisenstraßenmoor an. Überzuckert vom ersten Schnee dieses Spätherbstes präsentierte sich jenes auf 15 Hektar kurz nach der Fertigstellung schon gut mit Wasser gefüllt. "Wir haben die früheren Entwässerungsgräben dichtgemacht", so Schusser. Sie waren zu DDR-Zeiten angelegt worden, um den Boden für die Fichten trocken zu bekommen. Nun entstehe ein vielfältiger Lebensraum, unter anderem auch für das Birkhuhn. Die Bagger- und Bauarbeiten für dieses Moor kosteten rund 30.000 Euro. (irme)

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