Mordanklage nach Bluttat in Aue

Die Polizei war im April mit einem Großaufgebot vor Ort und durchsucht das Gelände am alten Güterbahnhof, wo die leblose Person gefunden worden war.

Im Fall der Tötung von Christopher W. (27) aus Aue hat die Staatsanwaltschaft Chemnitz Mordanklage gegen drei junge Männer (Alter: 26, 21, 21 Jahre) erhoben. Die Ermittler sehen als erwiesen an, dass die Täter ihr ahnungsloses Opfer in der Nacht zum 18. April auf das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs gelockt und dort brutal zusammengeschlagen haben. Die Täter warfen die Leiche in eine Betongrube in einem der leerstehenden Bahnhofsgebäude.

Im Internet kursierten später Fotos des Toten, welche die Täter selbst aufgenommen hatten. Die drei jungen Männer, die ebenfalls aus Aue stammen, haben Geständnisse abgelegt. Sie werden wegen gemeinschaftlichen Mordes vor Gericht gestellt. "Ihr Opfer war arg- und wehrlos. Er hat nicht geahnt, dass sie etwas Böses tun wollen", sagte am Mittwoch eine Sprecherin des Landgerichts Chemnitz. Mit Prozessbeginn sei in diesem Herbst zu rechnen. Da die Angeklagten seit ihrer Verhaftung in Untersuchungshaft sitzen, muss die Verhandlung innerhalb eines halben Jahres beginnen. (mu)

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