Museen holen ihre Schätze hervor

Am Sonntag besondere Exponate in Aue und Schneeberg zu sehen

Aue/Schneeberg.

Zum Internationalen Museumstag am Sonntag sind im Stadtmuseum Aue erstmals Teile einer Sammlung von Glas-Dias zu sehen, die vor über 100 Jahren entstanden. Sie zeigen in verschiedenen Formaten Stadtansichten, Landschaften sowie Lebens- und Arbeitswelten.

Im vergangenen Jahr wurde mit der Digitalisierung der Glasplatten begonnen, um sie der Nachwelt zu erhalten. Einige Bilder sind schon verblasst, andere haben Risse. Museumsleiterin Sarah Becher will in einer Präsentation, die 14 Uhr beginnt, einen Teil der Sammlung vorstellen. Zum persönlichen Austausch und zu Gesprächen wird während und nach der Bilderschau im Knappschaftsaal eingeladen. Das Museum ist von 12 bis 16.30 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Die aktuelle Sonderausstellung, zeigt Werke des Auer Malers Ernst Hecker.

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Im Museum für bergmännische Volkskunst in Schneeberg gibt es eine Fülle von Zeugnissen der gelebten Tradition im Westerzgebirge. Das passt trefflich zum Motto des Museumstages 2019, "Museen - Zukunft lebendiger Traditionen", sagt Stadtsprecher Stefan Unger. So werden am Sonntag zwei Buckelbergwerke präsentiert: ein altes Buckelbergwerk aus Familienbesitz sowie ein neu angefertigtes, das mit einer Kurbel in Bewegung gesetzt werden darf. Auch ein Blick in das Innere der großen mechanisierten Bergwerksanlagen im Museum ist möglich.

Als weitere Besonderheit präsentiert das Museum ganztägig die "Erzgebirgische Dorfkirmes". Diese Darstellung des jährlichen Volksfestes in Einsiedel, in den Jahren 1935 bis 1960 von Erich Parthey geschaffen, zeigt das frohe Treiben auf dem Dorfplatz mit über 300 geschnitzten Figuren, Karussells, Tanzboden und Kaspertheater. Zu alter Orchestrionmusik setzt sich dann auch noch alles in Bewegung.

Das Museum für bergmännische Volkskunst ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Zu sehen ist dann auch die Sonderausstellung mit aktuellen Exponaten von Kindern und Jugendlichen aus dem Wettbewerb "26. Erzgebirgische Jugendkulturtage". Dem Aufruf des Erzgebirgsvereins folgten verschiedene Gruppen aus der Region und so können 39 Exponate von jungen Nachwuchskünstlern im Museum bestaunt werden. In der Zeit von 14 bis 16 Uhr sind zudem eine beteiligte Klöpplerin aus dem Wettbewerb und eine junge Schnitzerin vor Ort und präsentieren ihr handwerkliches Geschick. (ike)

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