Musik wie in New Orleans

Clubkonzert und Matinee mit Thomas Stelzer and friends waren in Zschorlau zu erleben. Nicht alle, die rein wollten, durften auch.

Zschorlau.

Ein kleines, aber feines Clubkonzert haben Thomas Stelzer and friends im Alten Gaswerk in Zschorlau am Besucherbergwerk St. Anna am Samstagabend gegeben. Am Sonntagvormittag folgte eine Matinee. Die Privatinitiatoren Klaus Schlosser und Steffen Ebert konnten dazu je 60 Besucher begrüßen, wegen der Corona-Schutzverordnung die Obergrenze für die Räumlichkeit. "Vor zwei Jahren, als Thomas Stelzer schon mal in Zschorlau war, fragten wir uns, ob überhaupt jemand kommt. Diesmal haben wir das Problem, nicht alle Interessenten reinlassen zu dürfen - wegen der Beschränkung", sagt Schlosser. "Wir haben Stelzer damals in Dresden live erlebt und angefragt, aber nie gedacht, dass er wirklich in Zschorlau auftritt. Jetzt ist er bereits zum zweiten Mal da. Das soll eine fest Bank werden - einmal im Jahr."

Caroline Ebert ist Fan und sagt: "Schön, dass so ein Künstler wie Thomas Stelzer in der Region auftritt." Gespielt haben die Akteure Musik aus New Orleans. Diese Stadt in Louisiana/USA verbindet man automatisch mit Dixieland, Jazz und Gospel. "Wir haben ein bisschen einen Narren gefressen an dieser Musik, weil sie so unheimlich vielfältig ist. Das ist eigentlich wie in einer Apotheke. Es gibt ganz viele Fächer, überall steht etwas dran. Was es interessant macht, ist die Mischung", erzählt Stelzer, der seit 40 Jahren Musik macht. Worauf der 56-Jährige aus Dresden stolz ist: "Wir waren schon achtmal in New Orleans, gaben Konzerte. Dass wir da auftreten durften, ist schon eine Auszeichnung." Die Corona-Durststrecke sei noch lange nicht überstanden, sagt er: "Uns hat man 70 Konzerte abgesagt, das ist schmerzlich. Das Konzert hier in Zschorlau ist seit 8. März der erste Auftritt." Und Stelzer gesteht: "Ich musste richtig üben. Das habe ich so noch nie erlebt in diesen 40 Jahren. Doch nach einer so langen Pause geht's nun mal nicht von null auf hundert. Am Mittwoch habe ich damit begonnen, wieder laut zu singen, um bei Stimme zu sein."

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