Nach 58 Auftritten ist Schluss

Die Prinzessin aus der Flasche ist befreit. Das Abschiedskonzert in der Moosheide ist verklungen. Die Lust auf Musik bleibt.

Grünhain/Zwönitz.

Nach 58 Auftritten ist Schluss: Die erzgebirgische Band Princess in a bottle, die sich auf Cover spezialisierte und ihren Faible für Rockmusik aus Skandinavien pflegt, hat am Samstagabend in der Moosheide in Zwönitz ihr Abschiedskonzert gegeben.

"Ich muss die Moderationen heute ganz kurz und knapp halten. Nur nichts dazu sagen", meinte Jenny Leistner, die Wehmut unterdrücken wollte. 2011 hatte sich die Band gegründet. Schon damals mit von der Partie: Gitarrist Michael Thierfelder, Schlagzeuger Martin Weber und Pianist Benjamin Kunke. Seit 2013 tritt Princess in a bottle in der aktuellen Besetzung mit Bassist Sten Kunke und den beiden Sängerinnen Marie Drummer und Jenny Leistner auf.

Hintergrund des Bühnenabschieds der Band sind neue musikalische Projekte. Im Groll aber gehen sie nicht auseinander - ganz im Gegenteil. Sie bleiben Freunde und respektieren die Tatsache, dass sich mit Ende zwanzig oder Anfang 30 die Prioritäten verschieben und sich mitunter die Lebensziele neu definieren. Ein Comeback irgendwann sei aber nicht ausgeschlossen. "Wir haben einfach wahnsinnig viel Lust auf diese Musik", gibt Frontfrau Jenny zu und kann sich gut vorstellen, in dieser Hinsicht durchaus etwas Neues anzuschieben.

Auch wenn sich der offizielle Bandsitz heute in Dresden befindet, handelt es sich bei Princess in a bottle um eine Formation aus dem Erzgebirge. "Wir kommen eigentlich alle aus Zwönitz und Umgebung", so Gründungsmitglied Martin Weber.

Als die Band startete, traf man sich im vierzehntägigen Rhythmus an Samstagen und probte sechs bis acht Stunden. 2017 zog die Band mehr oder weniger gemeinsam nach Dresden um. Einmal im Monat trafen sich die sechs Musiker im Probenraum. Etwa 50 Titel gehören heute zum Repertoire. Ihr Anspruch ist ein hoher. Daher lehnen sie auch sporadische Auftritte ab, die Vorbereitung für einen solchen seien einfach zu aufwändig. Den letzten gemeinsamen Gig haben alle genossen. "Viele Freunde und unsere Familien sind da", so Jenny Leistner. Überhaupt sei der Auftritt in der "Moosheide" zum Jahresausklang einer mit Tradition und daher immer ein ganz besonderer.

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