Nachwuchszüchter wird erfolgreich flügge

Mit zwei Meistertiteln und wertvollen Preis-Bändern hat Niklas Räder vom Geflügelzüchterverein Griesbach seine Jugendzeit beendet. Auch sonst gab es 2019 viel zu feiern.

Griesbach.

Zahlen lügen nicht: Die ökonomischen Leistungen der Rassegeflügelzüchter aus dem Schneeberger Ortsteil Griesbach von 1981 konnten sich sehen lassen. Unter anderem 3682 Kilogramm Obst, dazu 1540,5 Kilogramm Geflügelfleisch und 108.356 Eier haben sie in jenem Jahr erbracht und verkauft.

Sie leisteten auch 2781 freiwillige Stunden in der Sparte, der Landwirtschaft und im Forst. So steht es auf dem Plakat, das am Wochenende zur traditionellen Lokalschau in der Gaststätte "Goldene Höhe" die Blicke auf sich zog. Viel geblättert wurde zudem in Fotoalben mit Schwarz-Weiß-Bildern. Denn 2019 feierte der Verein 125. Geburtstag.

"Deshalb haben wir einige Utensilien aus der Vereinsgeschichte hervorgekramt", so Vorsitzender Ronny Schott. Die Alben erfreuten sich großer Beliebtheit. "Viele stöbern darin und erkennen Nachbarn oder Angehörige wieder." Und obwohl auch die Griesbacher mit sinkenden Züchterzahlen kämpfen, waren die Ergebnisse zur Lokalschau und im Jubiläumsjahr beachtlich. "Bei rund 130 Hühnern und Tauben achtmal die Höchstnote zu erzielen, ist klasse", so Schott. Gleich dreimal heimste Jost König mit Altenburger Trommeltauben die Note "Vorzüglich" ein. Je einmal gelang dies André Martin mit Antwerpener Bartzwergen, Conrad Schmidt mit Gimpeltauben, Ronny Schott mit Altenburger Trommeltauben und Jens Wächtler mit dem zugleich besten Tier der Schau, einer rot-weiß-geschuppten Sächsischen Schildtaube. Die Höchstnote Nummer 8 aber steuerte der in dieser Saison wohl erfolgreichste Griesbacher Züchter bei: Niklas Räder, der kurz vor Weihnachten bei der Bundesjugendschau in Hannover groß abräumte.

"Das krönt seine Zeit als Nachwuchszüchter. Es war die teuerste Ausstellung, auch wegen der weiten Fahrt. Aber es hat sich gelohnt", so Vater André Martin stolz. Sein Filius erhielt mit Antwerpener Bartzwergen nicht nur drei von drei möglichen Höchstnoten, sondern ist auch zweifacher deutscher Jugendmeister - mit Tieren in den Farbschlägen silber-wachtelfarbig und schwarz-weiß-gescheckt. Bei Letzteren erzielte er gar die optimale Ausbeute, indem Hahn und Henne jeweils ein "Vorzüglich" erhielten.

"Echt genial", so der Papa. Denn zugleich erhielt Niklas Räder, der nun zu den Erwachsenen wechselt, das Jugendsiegerband für das beste unter 80 Hühnern dieser Rasse sowie das Blaue Band von Hannover, das als äußerst begehrte Auszeichnung gilt. "Mehr geht kaum", so Martin, der ebenfalls Erfolge feierte: Er ist mit Grübbe Bartzwergen perlgrau-weißgescheckt deutscher Meister. Ebenso wie Jost König mit Altenburger Trommeltauben schwarz. Die Vereinsmeisterschaft gewann Niklas Räder (95 Zähler) knapp vor Conrad Schmidt mit Gimpeltauben (94,83) und André Martin (94,75).

Erfreut zeigte sich Ronny Schott über gestiegene Besucherzahlen. "Es kamen deutlich mehr Leute als zuletzt." Da lohne sich der Aufwand.

Mit den Hähnen waren die Wertungsrichter aufgestanden: Mike Kunstmann aus Grünhain und Rüdiger Lorenz aus Schönfeld nahmen die gefiederten Schönheiten in Griesbach am Sonnabend zwischen 6 und 8 Uhr in Augenschein.


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