Neue Busse für Kreis in Aussicht

Der Freistaat stellt 2020 mehr Geld für den Öffentlichen Personennahverkehr zu Verfügung. Wie sehr kann die RVE-Fahrzeugflotte in der hiesigen Region davon profitieren?

Aue/Schwarzenberg.

Mit dem Einführen der Plus-Bus-Linien im Erzgebirgskreis hat Ende 2019 auch der Regionalverkehr Erzgebirge (RVE) die Signale in Richtung Zukunft gestellt. Doch Geschäftsführer Roland Richter merkte bereits damals an, dass diese Aufgabe auf Dauer nicht ohne neue Fahrzeuge zu stemmen ist. "Deren Anschaffung kostet viel Geld", so Richter. Auf positive Signale aus Dresden wartete er vergebens.

Nun sieht er Licht am Horizont: Der Freistaat stellt aus dem Zukunftssicherungsfond 15 Millionen Euro zusätzlich für neue Busse in ganz Sachsen bereit. Das hat der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages am Mittwochabend beschlossen. Laut Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) können damit 175 neue Busse angeschafft werden. Wie viele davon künftig mit RVE-Logo unterwegs sind, ist gegenwärtig noch nicht klar. Zumindest hat das landkreiseigene Unternehmen für 2020 schon mal Fördermittelanträge in einem Gesamtumfang von 1,8 Millionen Euro gestellt. Damit sollen 20neue Busse kofinanziert werden. Ob es nun mehr Unterstützung pro Bus gibt - bislang geht der RVE von 90.000 Euro pro Fahrzeug aus -, oder aber auch mehr Busse angeschafft werden können, konnte Richter noch nicht sagen. "Da steht sicher noch etwas Bürokratie ins Haus, bis das Geld fließt", schätzt er ein.

In der kommenden Woche jedenfalls bekommt der RVE schon mal sechs nagelneue, ganz besondere Fahrzeuge: umweltfreundliche Hybrid-Busse. Auch anderweitig kommt die Modernisierung voran: Mittlerweile ist die halbe RVE-Flotte internetfähig. Bis Ende 2020 können dann Fahrgäste in allen Bussen online gehen. Aktuell umfasst die RVE-Busflotte mehr als 260 Fahrzeuge. Die Mitarbeiteranzahl war voriges Jahr um zehn auf 650 geklettert.

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