Neue Spitzen-Frau zieht die Fäden

Das Klöppelzentrum Schneeberg hat eine neue Leiterin und eine neue Lehrgangsreihe. Angela Hentschel-Fritzsch stellte gestern die Neuheiten vor.

Schneeberg.

Das Klöppelzentrum Schneeberg, das zum Kulturzentrum Goldne Sonne gehört, muss im Jahr von der Stadt mit nur 4500 Euro bezuschusst werden. Diese Zahl präsentierte gestern Sonne-Geschäftsführer Peter Stimpel zur Pressekonferenz. Auf dieser wurden auch die neue Leiterin der Einrichtung und das druckfrische Programm der Klöppelschule vorgestellt wurden.

Angela Hentschel-Fritzsch tritt in die Fußstapfen von Beatrice Müller, die krankheitsbedingt ausgeschieden ist. Die neue Klöppelchefin ist 51 Jahre alt und stammt aus Langenweißbach. Die dreifache Mutter könne nahtlos anknüpfen, denn Müller habe das Zentrum jahrelang kompetent geleitet, hieß es.

"In den Kursen arbeiten wir kostendeckend", sagt Stimpel. Die Preise seien dennoch so kalkuliert, dass sie gern bezahlt werden. So schlagen die drei- bis fünftägigen Kurse, die in der Lehrgangsreihe "Spitzentechniken in Schneeberg" angeboten werden, mit 90 bis 140 Euro zu Buche. Stimpel betonte, dass diese Reihe ein Alleinstellungsmerkmal der Einrichtung sei. Erstmals vermitteln in dieser Reihe Dozenten, die sich auf eine bestimmte Technik spezialisiert haben, ihr Fachwissen. Edelgard Hostmann und Gerri Herff werden beispielsweise vom 18. bis zum 22. Februar die durchlaufenden Fäden in den Mittelpunkt stellen. Klöpplerinnen können flandrische Spitze oder auch Pariser Spitze erlernen. Die dafür notwendigen Flachkissen können kostenlos ausgeliehen werden. Doch nicht nur solche Spezialangebote haben die Schneeberger im Auge. Unangetastet bleiben die Sommerakademie, die schon zum 12. Mal in die Bergstadt lockt, und die Kinderangebote.

"Es hat nicht mehr viel mit Deckchen zu tun, vieles ist bunt", sagt Klöppellehrerin Antje Friedrich, die sich der Nachwuchsarbeit verschrieben hat. Ihre Schützlinge haben beim internationalen Klöppelwettbewerb 2018 unterm Dach des Deutschen Klöppelverbands mit einer Gemeinschaftsarbeit "Einmal um die ganze Welt" den 1. Platz in der Kategorie Nachwuchs belegt.

Die Ausstellung zum Wettbewerb und damit auch die preisgekrönten Werke sind seit gestern in der "Sonne" zu sehen.

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