Neuer Markt an B 101 bietet viel mehr Platz

Nur einen Steinwurf vom bisherigen Standort entfernt hat Netto am gestrigen Dienstag in Raschau eine neue Filiale eröffnet. Dabei erwies sich die Gemeinde als hartnäckige Verhandlungspartnerin.

Raschau-Markersbach.

Die mehr als 70 Parkplätze vor dem neu gebauten Netto-Markt in Raschau haben am gestrigen Eröffnungstag nicht gereicht. "Doch das wird sich relativieren", sagt Theresa Kuhles, die als Junior-Projektentwicklerin der Firma Ratisbona Handelsimmobilien den Neubau seiner Bestimmung übergeben durfte. In einer Bauzeit von sechs Monaten ist der neue Supermarkt an der Straße des Friedens errichtet worden. Das passende Grundstück hatte der Immobilieneigner aus Regensburg zuvor in harten Verhandlungen mit der Gemeinde von der kommunalen Wohnungsgesellschaft erworben.

Zur Wohnungsgesellschaft gehörte das begehrte Gelände, unmittelbar an der Bundesstraße. Nun steht der Markt an gut sichtbarer Stelle, wenngleich die Zufahrt über die Straße des Friedens erfolgt. "Uns ging es vor allem darum, dass der alte Markt nicht als Ruine verkommt", betonte Bürgermeister Frank Tröger (Freie Wähler). Und so lautete eine Vertragsbedingung für die Verkaufsverhandlung: Entweder Abriss oder Nachnutzung des alten Marktes. Letzteres wird geschehen, sichert Theresa Kuhles zu. Noch räumt der Discounter den bisherigen Markt aus. Danach werde zügig mit dem Umbau beziehungsweise der Einrichtung eines Nachnutzers begonnen. Das wird Fishbull sein, ein Sonderpreis-Baumarkt, der noch vor Jahresschluss eröffnen soll. "Wir freuen uns, damit einen langfristigen Mieter für den alten Markt gefunden zu haben", sagt Kuhles. Zudem wolle die örtliche Rosen-Apotheke mit einem Neubau auf dem Gelände ihren Standort innerhalb von Raschau verlagern. Dieser Bau soll nächste Woche starten.


Der neue Einkaufsmarkt ist mit 1060 Quadratmetern Verkaufsfläche um rund 380 Quadratmeter größer als der bisherige. "Er war einfach nicht mehr zeitgemäß. Zu eng, zu klein, regelrecht abgewirtschaftet. Kein Vergleich zu dem, was wir jetzt haben", sagt Birgit Eckstein, die junge Marktleiterin. Sie ist mit der kompletten Mannschaft, 23 Mitarbeiter, umgezogen.

Die Markt-Immobilie in Raschau sei nach den neuesten Baustandards errichtet worden, betont die Vertreterin von Ratisbona. So wurde flächendeckend LED-Technik verbaut, die Abwärme der Kühlanlagen werde teilweis als Wärmequelle für den Markt genutzt. Und noch eine technische Neuheit stieß zur Eröffnung auf großes Interesse bei den Kunden: Die Selbstbedienungskassen. Neben drei herkömmlichen Kassen gibt es im Markt sechs SB-Kassen, an denen der Kunde selbst die Waren scannt und per Karte zahlt. "Das sollte jeder mal in Ruhe ausprobieren", empfiehlt Marktleiterin. Das Personal gebe dabei jederzeit gern Hilfestellung.

Bürgermeister Tröger zeigt sich erfreut, dass damit die Nahversorgung auf lange Sicht gesichert sei und hofft, dass durch die veränderte Buslinie auch die Markersbacher das Versorgungsangebot annehmen.

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