Neues Gewerbegebiet in Aue erhält Zufahrt

Am Bahnhof entstehen bis Jahresende weitere Bauflächen. Gleich drei Firmen buhlen darum. Ein Großinvestor ist aber bereits abgesprungen.

Aue.

Noch dominieren Sand und Dreck das Areal des früheren Güterbahnhofs in Aue. Doch schon bald sollen sich hier mehrere Unternehmen ansiedeln. Die Stadt ist dabei, das Gelände bis Ende dieses Jahres zu einem Gewerbegebiet umzugestalten. Die Kosten belaufen sich auf etwa 4,3 Millionen Euro.

In der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses sind nun die Arbeiten zum Bau einer neuen Zufahrtsstraße an die Strabag AG vergeben worden. Die gut 160 Meter lange Straße, die über eine große Wendeschleife und einen Gehweg verfügt, soll das Areal von der Erdmann-Kircheis-Straße aus erschließen und rund 220.000 Euro kosten.

Die Investition ist damit deutlich günstiger, als zunächst geplant. Die Stadtverwaltung hatte nämlich ursprünglich mit Kosten in Höhe von circa 300.000 Euro kalkuliert. Acht Anbieter hatten sich an der Ausschreibung beteiligt - die Strabag AG gab dabei das wirtschaftlichste, weil günstigste Angebot ab.

Obwohl die Arbeiten am Gewerbegebiet noch laufen, stehen die ersten Interessenten für die neuen Bauflächen bereits Schlange. Nachdem der Regionalverkehr Erzgebirge vor einiger Zeit einen Hektar für den Bau einer Fahrzeughalle gekauft hatte, gibt es laut Ordnungsbürgermeister Heinrich Kohl (CDU) mehrere einheimische Firmen, die sich um die restlichen fünf Hektar bewerben. "Es gibt drei Interessenten mit unterschiedlichen Konzepten", sagt er.

Laut Kohl planen die Drei große Investitionen. "Es geht um Abermillionen Euro", berichtet er. So strebt eine Firma, deren Namen er noch nicht verraten möchte, den kompletten Neubau ihrer Industrieanlagen an. Hinzu kommen gut 7,2 Millionen Euro, die der Regionalverkehr Erzgebirge bereits jetzt schon für seine neue Bushalle ausgibt, die bis Frühjahr 2020 fertig sein soll.

Die Umgestaltung des Geländes zu einem Gewerbegebiet hatte im Jahr 2009 mit dem Abriss des alten Bahnhof-Empfangsgebäudes begonnen; wirklich Schlag auf Schlag geht es seit vorigem Jahr. Laut Kohl musste die Stadtverwaltung dabei aber auch schon einen Rückschlag wegstecken: Ein potenzieller Großinvestor sprang ab. Das räumte der Ordnungsbürgermeister nun in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses ein. "Es hatte auch ein Automobilzulieferer bei uns angefragt", sagte Heinrich Kohl, "für ihn war die Fläche aber zu klein."

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...