Neujahrsempfang: Gäste stehen unter Strom

Der Gewerbe- und Verkehrsverein Zwönitz hat sich getroffen. Dabei ging es um harte Fakten - und die Gesundheit.

Zwönitz.

Der Neujahrsempfang des Gewerbe- und Verkehrsvereins Zwönitz bot in diesem Jahr ein besonderes Programm.

Die Überraschung: Erstmals nahm Landrat Frank Vogel an dem Empfang teil. Beim Grußwort überraschte er die Gäste mit Fakten und Zahlen: "Der Erzgebirgskreis ist die Region mit der zweithöchste Industriedichte und der mit Abstand größten Handwerkerdichte Sachsens." In das Kreisstraßennetz habe man in den vergangenen zehn Jahren 80Millionen Euro investiert, je 20 Millionen Euro in Schulen, ins Landratsamt und in den Bau des Erzgebirgsstadions. Das wirtschaftliche Herz des Erzgebirgskreises schlage im westlichen Teil - also zwischen Stollberg, Zwönitz, Aue und Schwarzenberg. Obwohl die Arbeitslosenquote niedrig und die Auftragslage gut sei, war die Unzufriedenheit nie so groß wie heute, so zumindest der Eindruck des Landrates.

Die Enttäuschung: Dominik Naumann, der Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins, zog sein Jahresfazit. Dabei sparte er nicht mit kritischen Tönen. Vor allem die Tatsache, dass die dritte Ausbildungsmesse, die für November geplant war, ausfallen musste, wurmte den 32-Jährigen. "Die Schulen haben nicht so mitgezogen, wie wir uns das gewünscht hätten", so Naumann. Er verwies auf ein Gespräch mit dem Schulleiter des Gymnasiums: "Er hat uns klipp und klar gesagt, dass das Gymnasium nicht für die Ausbildung, sondern fürs Studium vorbereitet." Daher habe man sich gesagt, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Denn seitens des Gewerbevereins habe man sehr viel Kraft in das Projekt Ausbildungsmesse gesteckt. Die Einstellung des Schulleiters könne Naumann nicht verstehen und halte sie auch nicht für korrekt.

Die Messung: Wer wollte, konnte am Montagabend ganz genau seinen Körper analysieren lassen. Tina Walther und Thomas Schmidt vom Privatinstitut für gesunde Ernährung und Bewegung hatten ein entsprechendes Gerät dafür mit. "Das kommt im medizinischen Bereich zum Einsatz und kostet ungefähr 15.000 Euro", so Schmidt. Die Gäste mussten sich die Schuhe ausziehen und sich mit Socken auf das Gerät stellen. Durch ganz niedrigen Strom analysierte das Gerät unter anderem das biologische Alter, das Körperfett und den Eiweißgehalt der Muskeln sowie den Mineralgehalt der Knochen. Überraschenderweise stimmte bei den meisten der Muskelanteil, sodass kein zusätzlicher Sport notwendig ist, die alltägliche Bewegung also reicht.

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