Osterhase hoppelt durch den Kurpark

Traditioneller Ostermarkt in Bad Schlema erlebt einen Besucheransturm. Die Sonderausstellung über die Toten bleibt umstritten.

Bad Schlema.

Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen haben über die Osterfeiertage dafür gesorgt, dass viele Familien buchstäblich mit Kind und Kegel unterwegs waren. Der traditionelle Ostermarkt in Bad Schlema hat an beiden Tagen - Ostersonntag und Ostermontag - einen förmlichen Besucheransturm erlebt.

Sowohl in der Einkaufspassage am Kurbad als auch rund um das Kurmittelhaus herrschte reges Treiben. Zu entdecken gab es einiges, denn 37 Händler und Akteure haben sich präsentiert. "Wir wollen Regionalität verkörpern, und das schaffen wir, indem wir Mitwirkende aus der näheren Umgebung vertraglich gebunden haben", erklärt Carmen Martius vom Team der Gästeinformation in Bad Schlema. Und weiter sagt sie: "Der Markt hat sich über die Jahre etabliert. Wir haben klein angefangen, und das Ganze hat sich Stück für Stück entwickelt. Mittlerweile ist es so, dass Händler auf uns zukommen und fragen, ob sie mitwirken können."


Christine Badstübner, die als Besucherin über den Markt geschlendert ist, hält ein Stück Naturseife der Einseifer Seifenmanufaktur aus Meißen in der Hand. Die Tradition dieser Manufaktur reicht bis ins Jahr 1762 zurück. "Gerade was Naturseife angeht, da bleibe ich gern stehen, weil die sehr gut verträglich ist und natürlich riecht." Die 57-Jährige aus Petershausen in Bayern sagt zum Ostermarkt: "Bei dem schönen Wetter geht man doch gern raus und möchte etwas sehen. Ich bin öfter auf Märkten in verschiedenen Regionen unterwegs. In Bad Schlema sind wirklich gute Sachen dabei."

Am Ostersonntag hatten natürlich auch die Bad Schlemaer den Osterhasen persönlich zu Besuch. Meister Lampe ist zusammen mit dem historischen Brunnenmädchen über die Ostermeile gelaufen und auch im Kurpark waren die beiden anzutreffen - dort haben sie kleine Geschenke an die Kinder verteilt.

Und was zum Osterfest in Bad Schlema auch nicht fehlen durfte, war das Ostergebet, das am Sonntagnachmittag von Dieter Bankmann gesprochen wurde. "Es geht um die Auferstehung Jesu. Es gibt vier verschiedene Erzählungen davon und wir haben uns dem Johannes-Evangelium gewidmet", erklärt der Superintendent des evangelisch-lutherischen Kirchbezirks Aue. Der Posaunenchor Wildbach-Langenbach hat das Ostergebet begleitet und ein kleines Konzert gegeben, bei dem die Gäste mitsingen konnten. Liedzettel sind verteilt worden. Es gibt für die Zukunft die Idee, das Singen zu einem Ostersingen auszuweiten. Die Anatomie-Ausstellung "Echte Körper - von den Toten lernen", die über die Feiertage im Kulturhaus "Aktivist" in Bad Schlema gelaufen ist, sieht Dieter Bankmann indes mit gemischten Gefühlen: "Die Vorstellung ist komisch. Ich denke jedoch, so etwas gehört in eine Medizin-Vorlesung rein, denn ein Mediziner muss damit umgehen können."

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