Polizei durchsucht weitere Wohnungen

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Ermittlungsgruppe "Linde" in Schneeberg und Crottendorf im Einsatz

Crottendorf/Schneeberg.

Kriminalisten der Ermittlungsgruppe "Linde" haben am Mittwochmorgen mit Unterstützung von Einsatzkräften der sächsischen Bereitschafts-polizei die Wohnungen von drei Beschuldigten in Crottendorf und Schneeberg durchsucht. Diese werden verdächtigt, an dem schweren Landfriedensbruch in Form eines überfallartigen Angriffes auf fünf Polizisten im Dezember 2021 in Annaberg-Buchholz beteiligt gewesen zu sein. Das hat die Polizeidirektion Chemnitz mitgeteilt.

Die Ermittler hatten in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Chemnitz beim Amtsgericht Chemnitz Durchsuchungsbeschlüsse für Wohnungen, Aufenthaltsorte sowie Fahrzeuge der drei Beschuldigten im Alter von 22 und 24 Jahren erwirkt. Alle drei wurden erkennungsdienstlich behandelt und ihnen eine richterlich angeordnete DNA-Vergleichsprobe entnommen. Beweismittel wurden gefunden und beschlagnahmt. Diese werden nun ausgewertet, um Tathandlungen und die jeweilige Tatbeteiligung an dem Angriff aufzuklären.

Die Ermittlungsgruppe "Linde" untersucht seit Dezember 2021 den Angriff auf die Polizisten. Diese waren in der Nacht auf den 19. Dezember von etwa 25 Personen während der Überprüfung einer illegalen Party in einer Diskothek an der Annaberg-Buchholzer Lindenstraße mit Flaschen und Eisklumpen beworfen worden. Ein 60-jähriger Beamter hatte dabei schwere Verletzungen erlitten, als die Angreifer ihn zu Boden brachten, schlugen und auf ihn eintraten. Die Polizeidirektion Chemnitz sprach damals von einem "überfallartigen Angriff".

Bereits im März hatten Einsatzkräfte 14 Wohnungen im Erzgebirgskreis und im Landkreis Zwickau durchsucht und Beweismittel gesichert. Ende März hatte die Polizeidirektion in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise, die zur Überführung weiterer Tatverdächtiger und zur Aufklärung beitragen, ausgelobt. Die Polizei nimmt weiterhin Hinweise entgegen, sagte Polizeisprecherin Jana Ulbricht am Mittwoch auf Nachfrage von "Freie Presse". Die nun erfolgten Durchsuchungen seien auf das Ergebnis eigener Ermittlungen zurückzuführen. Diese würden fortgesetzt. "In Auswertung der am Mittwoch gefundenen Beweise ist die Beteiligung weiterer Personen an der Tat nicht auszuschließen", so Ulbricht. Der damals schwer verletzte Polizist sei bereits seit längerer Zeit wieder im Dienst. (mb mit aed)

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