Preis beschert Firmenchef neues Werk

Der Jungunternehmerpreis zeichnet jedes Jahr die besten Unternehmer und Gründer in der Region aus. Derzeit wird wieder ein Macher gesucht. Dirk Bauer-Reich ist der jüngste Preisträger. Ihm brachte die Ehrung erst einen Anruf ein - und dann ein Kaufangebot.

Aue/Schwarzenberg.

Er gilt mittlerweile als einer der wichtigsten Wirtschaftspreise in der Region: der Jungunternehmerpreis. Seit 2017 wird er jährlich vergeben und soll einen jungen Gründer und Unternehmer ehren, der durch innovative und kreative Geschäftsideen auffällt. Überzeugen kann aber auch, wer sich als regionaler Arbeitgeber für das Erzgebirge engagiert, in Sachen Kundennähe und Dienstleistung überzeugt und verantwortungsvoll mit Ressourcen sowie der Umwelt umgeht.

Dirk Bauer-Reich (39) ist der jüngste Preisträger: Er erhielt den Jungunternehmerpreis im Januar dieses Jahres. Vom Produktionsleiter eines Automobilzulieferers hat er sich zunächst zum Geschäftsführer und dann zum Firmeninhaber der Klesch GmbH in Aue-Alberoda hochgearbeitet. Preiswürdig, fand eine Jury. Seine Firma beschichtet Alu-, Stahl- und Gussteile mit Kunststoffen und beschäftigt aktuell 58Mitarbeiter. Der Umsatz: 5,8Millionen Euro. Gerade erst ist eine neue Produktionsstätte in Schönheide dazugekommen. Und das hat indirekt auch mit der Auszeichnung zu tun. Dirk Bauer-Reich erklärt sogar: "Wir sind erst durch den Preis zu dem neuen Werk gekommen."

Kurz nachdem der Auer Firmenchef die Auszeichnung erhalten hatte, klingelte sein Telefon. Am anderen Ende: die Firma Stahlbau Schädlich aus Stützengrün. "Der Geschäftsführer hatte von dem Preis gelesen", erzählt Bauer-Reich. "Und er fragte, ob ich Interesse an seinem Bereich Pulverbeschichtung in Schönheide hätte."

Der junge Unternehmer musste nicht lang überlegen: Seit 1. November gehört das Werk in Schönheide - in dem etwa Fassadenteile und Balkongeländer pulverbeschichtet werden - zur Klesch GmbH. "Wir wollten uns vergrößern, und die Anlage war in einem guten Zustand", sagt Dirk Bauer-Reich. Zudem erhofft er sich von der Expansion neue Absatzmärkte. Derzeit sei das Unternehmen noch stark auf den Bereich Automobilbranche ausgerichtet, sagt Bauer-Reich. "Mit dem neuen Werk gehen wir in Richtung Bau."

Den Jungunternehmerpreis sieht Bauer-Reich rückwirkend als Auszeichnung für sich und sein ganzes Team. Als Ansporn bezeichnet der Oberbürgermeister von Aue-Bad Schlema, Heinrich Kohl, die Ehrung. Er sagt: "Die Geisteshaltung des Durchhaltens und des Ideenschmiedens steckt den Erzgebirgern in den Genen. Auf diese Werte sollen sich unsere jungen Menschen besinnen und ihre Ideen zum Erfolg machen."

Stifter des Jungunternehmerpreises sind der Städtebund Silberberg, die Industrie- und Gewerbevereinigung Aue, die Deutsche Bank Aue sowie die "Freie Presse" in Aue und Schwarzenberg. Für 2020 werden aktuell wieder drei Preisträger gesucht. Der erste Platz ist mit 750 Euro dotiert, der zweite mit 500, der dritte mit 250 Euro. Vergeben wird der Preis am 17. Januar 2020 zum Neujahrsempfang. Die Kandidaten müssen aus den Orten des Städteverbunds Silberberg - Aue-Bad Schlema, Schwarzenberg, Schneeberg, Lößnitz oder Lauter-Bernsbach - kommen und sollten nicht älter als 45 Jahre sein.

Leser der "Freien Presse" können für den Preis Vorschläge machen. Über den nebenstehenden Coupon empfehlen sie einen Unternehmer ihrer Wahl. Dafür den Coupon ausfüllen und bis 13. Dezembers an die Lokalredaktion in Aue schicken. Unter allen Einsendungen verlost die Redaktion drei Preise.

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