Räucherkerzenland investiert weiter

Zwei Jahre nach ihrer Eröffnung ist der Zuspruch für die Crottendorfer Einrichtung ungebrochen. Mehr als 48.000 Gäste waren 2019 bereits da. Nun gibt es eine neue Küche für das dazugehörige Café. Im Außengelände soll 2020 ein Novum folgen.

Crottendorf.

In einer kleinen Küche hat einst alles begonnen: Freya Graupner stellte aus der Not heraus in Handarbeit erste Räucherkerzen her, um sie mit Bauchladen und Tragkorb auf Märkten zu verkaufen. 1936 beantragte sie ein Gewerbe dafür - der Anfang eines Unternehmens, das heute mit dem Crottendorfer Räucherkerzenland jährlich Zehntausende Gäste anzieht. Zwei Jahre nach dessen Eröffnung sagt Geschäftsführer Mirko Paul: "Ich bin immer noch überwältigt, dass das Konzept so gut angenommen wird." Das geht damit einher, das weiter investiert wird.

Vor Kurzem ist die neue und größere Küche des zugehörigen Cafés "Annabella" fertig geworden, für die das Unternehmen Crottendorfer Räucherkerzen rund 100.000 Euro eingesetzt hat. Mehr als 48.000 Besucher haben dieses Jahr bislang einen Platz fürs Selbermachen von Räucherkerzen, für Führungen oder im Café gebucht. Da die Hauptsaison erst noch beginnt, geht Geschäftsführer Mirko Paul davon aus, dass die Zahl von 62.000 Gästen von 2018 in diesem Jahr überschritten wird. Tagesausflügler, die im Räucherkerzenland vorbeischauen, sind darin nicht erfasst. Dazu zählen etwa Familien, die den dazugehörigen Spielplatz besuchen. Auf diesem ist für das Frühjahr ebenfalls eine Neuerung geplant. Welche, das soll eine Überraschung werden, so Paul. Den Kern bildet nach wie vor das Selbermachen von Räucherkerzen in drei Werkstätten wie der "Kerzl-Kich" und dem "Raacherkerzl-Stolln". Die Nachfrage danach sei steigend. "Wir haben versucht, unsere Hausaufgaben zu machen und die Organisation der Termine attraktiver zu gestalten", sagt der Geschäftsführer. Dennoch ist die Kapazität begrenzt, sind die 80 Plätze zu bestimmten Zeiten einfach voll. Derzeit gehen etwa schon Buchungen für die Advents- und Weihnachtszeit 2020 ein, ebenso gebe es solche bereits für 2021.

Zum Team gehören gut 40 Mitarbeiter. Vor der Eröffnung des Räucherkerzenlandes, dafür wurde ein ehemaliger Supermarkt umgebaut, waren es 16. "Der Name Crottendorfer Räucherkerzen ist wieder ganz anders in den Köpfen präsent. Das merken wir sehr deutlich auf Messen." 2019 war das Unternehmen auf der "Christmasworld" in Frankfurt am Main sowie im Frühjahr und im Herbst auf der "Cadeaux" in Leipzig dabei.

Solche Auftritte werden auch genutzt, um neue Sorten vorzustellen. Insgesamt stellt das Unternehmen mehr als 30 verschiedene Sorten Räucherkerzen her. Mirko Paul: "Der Trend geht aber dahin, die klassischen Weihnachtsdüfte auszubauen." Dennoch sind exotische Varianten ebenfalls fester Bestandteil, weil sie ihre Abnehmer haben. Die Grundzusammensetzung ist aber immer die gleiche: Buchenholzkohle, Holzmehl, Kartoffelstärke und Duftstoffe wie Harze, Hölzer, Kräuter und Öle. Die wichtigste Zutat für den Klassiker in der Advents- und Weihnachtszeit, der Weihrauch, wird im Übrigen aus Afrika und aus dem Jemen importiert. Was die Zusammensetzung betrifft, so greift der Hersteller noch immer auf die Grund-Rezepte von Freya Graupner zurück. Sie habe diese gewissenhaft aufgeschrieben - damals, als in ihrer Küche alles begann.

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