Rumänen freuen sich über gespendetes Feuerwehrauto

Im Auer Depot erfolgte am Donnerstag die Übergabe des Rettungsfahrzeugs. Es soll in einem Bergdorf gute Dienste leisten.

Aue.

Vasile Bumbar und Alexandru Petric haben am gestrigen Donnerstag genau hingeschaut, was ihnen die Auer Feuerwehrleute am Löschfahrzeug erklärten.

Die beiden Rumänen waren gemeinsam mit dem Bürgermeister ihres Heimatdorfes Ruscova, Ioan Turcsin, nach Aue gekommen, um das Auto, das die Stadt ihnen gespendet hat, abzuholen. Gleich am Abend traten sie die Rückreise an, die fast 20 Stunden dauert.

Frank Georgi, Wehrleiter von Aue, nutzte die letzten Minuten, um die neuen Aufschriften auf dem Feuerwehrauto aufzubringen. Am Führerhaus prangt jetzt "Pompierii" - Feuerwehr. "Wir sind stolz, dass wir ausgewählt wurden. Es ist eine noble Geste, ein dringend notwendiges Fahrzeug zu spenden", heißt es im Dankesschreiben auf Deutsch, das der Bürgermeister von Ruscova an Aues Ordnungsbürgermeister Heinrich Kohl übergab. Als Gastgeschenke gab es außerdem Broschüren über die Region Maramureş, in der Ruscova liegt, und einige Flaschen Hochprozentiges.

In Ruscova soll eine Feuerwehr aufgebaut werden. So verstehen die Auer ihre Hilfe als Anstoß zur Selbsthilfe. Selbst könnte sich der rumänische Ort mit 5536 Einwohnern ein Feuerwehrfahrzeug gar nicht leisten. Das, was ihnen jetzt überlassen wird, hat einen Wert von 300.000 Euro. "Damit wäre das ganze Geld unserer Gemeinde für ein Jahr weg", ließ der Bürgermeister mit Hilfe eines Dolmetschers wissen. Die Feuerwehr in Ruscova hat zehn Mitglieder, Alexandru Petric ist der einzige hauptamtliche Angestellte der Feuerwehr. Alle anderen sind Freiwillige.

Mit dem Feuerwehrauto gehen Spenden mit auf Reisen nach Rumänien, die nach einem Aufruf der Auer Feuerwehr zusammengekommen sind. "Die Resonanz war riesengroß", sagt Georgi. "Wir haben viel mehr, als in das Fahrzeug reingeht." Jede kleine Ritze wurde für Einsatzkleidung für die rumänischen Feuerwehrleute, für Kleidung für Erwachsene und Kinder sowie Kinderspielzeug genutzt. Sogar der Beifahrersitz ist belegt, dort fährt ein riesengroßer Plüschhund mit.

Noch immer lagern im Depot der Auer Feuerwehr Spendengüter. Es wird noch überlegt, wie man die Sachen nach Rumänien bringen kann. Evelin Fischer aus Sosa, die seit Jahren nach Rumänien fährt und dort Spenden verteilt, hat ebenso noch vieles bei sich zu Hause gelagert. Sie war es auch, die die Sache mit der Feuerwehr ins Rollen gebracht hat. Sie hatte seit langem vergeblich versucht, ein Fahrzeug für Rumänien zu beschaffen. Dass es nun geklappt hat, freut sie besonders. Großen Anteil hatte daran auch Ulrich Winkler, Wehrleiter von Sosa.

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