Rups macht's noch einmal - Heimkehr zur Volksmusik

Der Randfichten-Gründer hat sich der christlichen Musik verschrieben. Für seine neue Weihnachts-CD ist er aber wieder ganz der Alte.

Breitenbrunn.

Keine Ahnung, ob der alte Holzmichl noch lebt, aber der alte Rups, nun, der ist noch nicht tot. Sein neues Album, das in einer Woche erscheint, ist voller Ufftata und Ziehkasterlklänge: handgemachte Volksmusik der urigen Art, ganz so, wie man das von Thomas "Rups" Unger (49) aus seiner großen Randfichten-Zeit kennt. "Ich hab nie behauptet, dass es damals schlecht war, im Gegenteil, es war eine tolle Zeit", sagt er. "Ich wollte was anderes machen, aber das heißt ja nicht, dass ich nie wieder Volksmusik spiele."

Nach drei Alben mit christlichen Liedern, die seine Zuhörer zum Glauben führen sollten, kehrt der Breitenbrunner jetzt zu seinen Wurzeln zurück. Die CD "Weihnachten mit Rups" enthält 14 Lieder. Neben Randfichten-Songs wie "Dreh dich Peremett" und traditionellen Stücken wie dem "Heiligobndlied" hat er fünf neue Lieder geschrieben. "Mir fallen immer noch volkstümliche Songs ein", erzählt Rups. "Die schreib ich halt auf." Manche seiner neuen Stücke im Randfichten-Stil werden von den Hutzenbossen oder Erzgebilly gespielt, und nun singt Rups also auch selbst wieder welche.

Zum Beispiel "De Katz". "Im erzgebirgischen Voigtsdorf gibt es in jedem Jahr ein Katzenwiegen", sagt Rups. "Je schwerer die Katze, desto härter soll der Winter werden. Das schrie geradezu nach einem Lied." Ein anderer Song widmet sich der Kultfigur "S'Karzl" aus der Räucherkerzenmanufaktur Huss.

Am neuen Album mitgewirkt hat auch sein Sohn Toni (21), der einst mit den Randfichten als "Klaane Flugficht" auf der Bühne stand. Mittlerweile ist Toni Popsänger und macht mit herzerwärmenden Liebesballaden von sich reden. Nun wandelt auch er auf alten Wegen. "Weihnachten ist eine familiäre Zeit", sagt Toni. "Weihnachtslieder zu singen ist traditionell und schön. Aber nur einen Monat lang."

Vom 30. November (19.30 Uhr, Peter-Pauls-Kirche Beierfeld) bis 30. Dezember (17 Uhr, evangelische Kirche Jahnsdorf) geben Vater und Sohn mehr als 20 Weihnachtskonzerte in der Region, danach widmen sie sich wieder ihren Solo-Projekten. Sowohl Rups als auch Toni arbeiten an neuen Platten, die im nächsten Jahr herauskommen sollen.

www.thomas-rups-unger.de

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