Schneeberg will Tag der Sachsen als Werbung nutzen

Die Bergstadt feiert im nächsten Jahr 550 Jahre Berggeschrey. Der Termin für die Festwoche steht schon.

Schneeberg.

Das Jahr 2021 soll in Schneeberg ein ganz besonderes werden: Die Bergstadt feiert 550 Jahre Berggeschrey. Wie Quartiersmanagerin Rebecca Schönherr in der jüngsten Stadtratssitzung noch einmal verdeutlichte, geht die Jahrfeier auf das Berggeschrey von 1471 zurück. "Das ist also unser historischer Ausgangspunkt", sagte Schönherr. Wichtig sei, dass ein ganzes Jahr lang gefeiert werde. Viel konkreter wurde Schönherr zunächst einmal nicht. Vielmehr rief sie die Stadträte und auch die Schneeberger auf, sich bis zum Ende des Monats mit Ideen zu melden. Einige Gedanken und Möglichkeiten zur Umsetzung kristallisieren sich aber bereits heraus. "Das sind Spielereien mit der Zahl 550", so Schönherr. So brachte sie 550 Minuten für einen Marathon ins Spiel, sie könnte sich eine Pflanzaktion von 550 Bäumen vorstellen oder eine Oldtimer-Parade.

Die eigentliche Festwoche wird um den Bergstreittag im kommenden Jahr gestrickt und lädt damit vom 16. bis zum 25. Juli ein. Uneinigkeit besteht nach wie vor darüber, ob es einen Festumzug geben wird. Momentan suchen Schönherr und ihrer Mitstreiter nach Alternativen. Wie Bürgermeister Ingo Seifert (Freie Wähler/Bika) deutlich machte, spreche beispielsweise dagegen, dass gleich zweimal nacheinander umfangreiche Straßensperrungen notwendig wären. Denn bereits zum Bergstreittag müsse die Strecke der großen Bergparade abgesichert werden. Seifert sagte aber auch, dass er niemanden ausbremsen wolle. Wenn sich eine Arbeitsgruppe finde, die einen Festumzug wie jenen in Neustädtel organisiert, werde er diese Initiative unterstützen - allerdings sei dafür großes Engagement notwendig. Aus den bisherigen Erfahrungen wissen die Verantwortlichen aber, dass es sich oft schwierig gestaltet, die verschiedenen Ortsteile an einen Tisch zu bekommen.

Um auf die eigene Jubiläumsfeier aufmerksam zu machen, will Schneeberg aber einen Festumzug nutzen: "Wir werden uns in Aue-Bad Schlema zum Tag der Sachsen präsentieren", so Schönherr.

Eine Alternative zum klassischen Festumzug in Schneeberg als Abschluss der Festwoche, die Rebecca Schönherr vor den gewählten Vertretern ins Spiel brachte, sei ein stehender Festumzug. Einen solchen hatte es bereits in Raschau zur Jubiläumsfeier gegeben.

Die Vorteile einer solchen Variante liegen auf der Hand. Der Festumzug kann ein ganzes Wochenende lang von Gästen besucht werden. Denn vor verschiedenen Häusern und in thematischen Bereichen geben die Mitwirkenden Einblick in die Geschichte. Und: Es sind keine zusätzlichen Straßensperrungen erforderlich.


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