Schneewalzer bei tropischen Temperaturen

Tag 3: Großes Interesse an den Gästen aus Deutschland

Carlsfeld/Pomerode.

Da es am Vortag stark geregnet hatte, begann der neue Tag in Pomerode feucht-heiß, die erhoffte Abkühlung blieb aus. Die Musiker begannen am Auftrittsort vor dem Museum in ihrer Gastgeberstadt an einer sonnengeschützten Stelle wie üblich mit dem Steigermarsch. Es folgten viele Stücke der erzgebirgischen Folklore, Tangos, Walzer und natürlich weitere Märsche.

Rico Schneider informierte die Zuhörer, dass es in unserer Heimat wieder geschneit hat, und so wurde bei tropischer Temperatur der Schneewalzer gespielt, gefolgt vom Sapperino-Marsch, der zu Ehren des größten Schneemannes 2017 in Carlsfeld komponiert wurde. Die Musiker der nachfolgenden Gruppe lauschten und interessierten sich für die Noten. Letztendlich wurden gemeinsam brasilianische Musikstücke gespielt, deren Noten der Verein vorab erhalten hatte. Zur gleichen Zeit fand ein Treffen der beiden Bürgermeister Uwe Staab und Erico Kriek statt.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen der Reisegruppe fanden Pressetermine statt. Die verschiedenen Fernsehsender, wie zum Beispiel Journal de Pomerode, Record TV und Testo Noticias TV Journal, interviewten Uwe Staab und Robert Wallschläger. Sie interessierten sich für die Herstellung des Bandonions, den Bandonionverein und welchen Eindruck wir von Pomerode und seinen Einwohnern haben. Uwe Staab betonte, dass er sich wie in Deutschland fühlt, wenn er die Gebäude sieht. Er habe noch nie so viele deutsche Gebäude im Ausland gesehen. Er und Robert Wallschläger lobten die gute Gastfreundschaft und die freundlichen Leute.

Am späten Nachmittag kamen noch Mitarbeiter eines deutschsprachigen Fernsehsenders extra von Blumenau nach Pomerode, die über den Verein berichten wollen und darüber, dass es toll ist, dass das Bandonionspiel wieder gelehrt wird. Zu allen Interviews wurden kleinere Musikstücke gespielt.

Der Tag endete wieder auf dem Festgelände. Vor dem Abendbrot fand der hier sogenannte "Ausmarsch" statt, ein farbenfroher Festzug mit vielen Orchestern, bunt geschmückten Wagen, interessanten Fahrzeugen, winkenden und tanzenden Menschen, das alles im bayrischen Stil. Kurz vor dem obligatorischen Starkregen war der Festzug beendet und die Bierzeltmusik auf mehreren Bühnen begann wieder nahezu ohne Pause bis weit nach Mitternacht zu spielen.

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