Schnell und geschickt zum Meistertitel

Zum Sommerfest an der Mittelbar in Schönheide gab es Schläge. Allerdings nur mit dem Hammer auf einen Holzklotz.

Schönheide.

Hammerschläge hallten am Samstag über das Außengelände an der Mittelbar in Schönheide. Dort waren aber keine Bauarbeiter zu Gange, sondern es wurden zum ersten Mal die Nagelmeisterschaften ausgetragen. Den Titel holte sich am Ende Jens Gehring aus dem vogtländischen Auerbach.

Geschicklichkeit, Präzision und punktgenaue Schlagkraft waren gefragt. Eine ruhige Hand bewies der 53-jährige Jens Gehring. "Man muss sich schon konzentrieren, und man muss wirklich schnell sein beim Zuschlagen", sagte er nach dem Wettbewerb. Die Nagelmeisterschaft fand im Rahmen der Sommerfest-Premiere der Mittelbar statt. Besitzer Jürgen Lenk hatte die Idee dafür: "So einen Wettbewerb habe ich vor einiger Zeit einmal gesehen und fand es einen guten Gedanken, die Meisterschaft in unser Sommerfest einzubauen."


20 Frauen und Männer versuchten, den Nagel auf den Kopf zu treffen. Dem einen ist es gut gelungen, dem anderen weniger gut. Viele haben schnell gemerkt, dass es doch einfacher aussieht, als es in Wirklichkeit ist. Allerdings waren die Teilnehmer vor erschwerte Bedingungen gestellt, denn den Nagel auf klassische Art und Weise einzuschlagen, das wäre dem Veranstalter zu einfach gewesen. Als Werkzeug stand den Wettbewerbsteilnehmern ein Spezialhammer zur Verfügung mit nur zwei Millimeter Auflage. Heißt, man hat eine Vierkant-Hülse angebracht, die verhinderte, dass der Hammer klassisch eingesetzt werden konnte und auch das Schlagen mit der Spitze war untersagt. Man musste sich also eine Taktik überlegen.

Aufgestellt war ein Holzstamm. Dort hatten die Akteure jeder zwei Nägel einzuschlagen und das im Rotationsprinzip - immer zwei Schläge, dann war der Nachbar an der Reihe. Weitergekommen ist immer derjenige, der seine beiden Nägel zuerst komplett eingeschlagen hatte.

Beim Sommerfest hat es am Vormittag ein Skat-Turnier gegeben, dann neben der Nagelmeisterschaft auch einen bunten Familien- und Kindernachmittag mit Hüpfburg und verschiedenen Spielen, und am Abend wurde zur Sommerparty mit Diskomusik eingeladen. Jürgen Lenk war zufrieden mit der Resonanz: "Uns ist es wichtig, dass in der Region etwas los ist für die Familien." Weitere Aktivitäten sind geplant. Das nächste, was in diesem Jahr an öffentlichen Veranstaltungen noch ansteht, so Jürgen Lenk, sei ein Kirmestanz Mitte Oktober. Auf dem Außengelände der Mittelbar, das erst neu gestaltet worden ist, hat man überdachte Sitzmöglichkeiten geschaffen, die auch von der Bevölkerung genutzt werden können. "Wir lassen die Tore offen, sodass sich die Leute jederzeit setzen und auch verweilen können", erklärte Lenk.

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