Seltenes Schauspiel am Himmel

Sternwarte Schneeberg gibt Beobachtungs-Tipp

Aue/Schwarzenberg.

Für Erzgebirger lohnt sich derzeit ein Blick in den Himmel: Denn dort es gibt in diesen Tagen eine Konstellation zu sehen, die so nur alle paar hundert Jahre auftritt. Saturn und Jupiter kommen sich von der Erde aus gesehen auf ihrer Bahn um die Sonne so nahe, dass man - mit bloßem Auge betrachtet - meint, es wäre einer, so hell wie ein Stern.

Möglicherweise haben es die drei Weisen aus dem Morgenland vor über 2000 Jahren auch so gesehen. Es wurde in der biblischen Geschichte der Stern von Bethlehem daraus. Wobei es verschiedene Deutungen gibt, berichtet Mike Behnke von der Sternwarte Schneeberg. Einen Schweifstern oder Kometen schließt er allerdings aus, denn der war zu damaliger Zeit ein Unglücksbote. "Und warum sollte man den in Zusammenhang mit der Geburt von Gottes Sohn bringen?", stellt er als Frage in den Raum.

Auch wenn jetzt am kommenden Montag, anders als geplant, wegen Corona kein Beobachtungsabend in der Sternwarte stattfinden kann, so will Behnke auf jeden Fall das Fernrohr auf das Himmelsereignis richten und Videoaufnahmen dazu anfertigen. "Das Ganze ist einfach cool", sagt er. Wenn die Einrichtung kommendes Jahr wieder öffnen darf, werden diese in die Vorträge eingearbeitet. Es habe dazu viele Nachfragen bei ihm gegeben.

Allen Hobby-Astronomen gibt Mike Behnke als Beobachtungs-Tipp mit auf den Weg, dass man die beiden Planeten bei ihrer Annäherung in den nächsten Tagen etwa ab 16 Uhr beobachten kann. Den Blick zum Himmel sollte man dabei nach Westen richten. Genauer informieren kann man sich auch über kostenlose Planetariumsprogramme im Internet. (ike)

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