Siebenschlehener Pochwerk bietet eine Attraktion mehr

Auf dem Gelände des beliebten Ausflugsziels in Schneeberg wird diesen Sonnabend ein Lehrpfad eingeweiht. Dabei sollen die Gäste mithelfen.

Schneeberg.

Dem schmucken Insektenhotel aus Holz fehlt noch die Innenausstattung. Damit sich Biene, Schmetterling und Co. in den verschiedenen Fächern pudelwohl fühlen, soll das Domizil diesen Sonnabend mit vereinten Kräften eingerichtet werden. "Dazu laden wir Kinder und Familien herzlich ein", sagt Constanze Schwabe, die sich im Landschaftspflegeverband (LPV) Westerzgebirge mit Sitz in Lindenau um Projektarbeit und Umweltbildung kümmert.

Das Insektenhotel ist nur ein Teil eines neuen Lehrpfads, der ab Sonnabend an das Siebenschlehener Pochwerk an der Lindenauer Straße lockt. Im hinteren Bereich des Technischen Museums auf der wilden Wiese mit Elementen wie Natursteinmauern dreht sich alles um "Bienen, Blumen und Natur im eigenen Garten". Für Besucher gibt es ab 10 Uhr eine Menge zu erleben. Gemeinsam mit dem Verein "Trubel in der Poche" informiert der LPV über Insekten, Fledermäuse, Vögel und anderes Getier - und gibt wertvolle Tipps, wie ihm das Leben mit ganz einfachen Mitteln leichter gemacht werden kann. "Zum Lehrpfad gehören auch Stationen, an denen die Besucher aktiv werden können", sagt Schwabe.

Für Stephan Tabel vom Pochwerk-Team ist der Lehrpfad eine Bereicherung fürs beliebte Ausflugsziel. "So bekommt die Wiese hinter dem Haus eine sinnvolle Bestimmung." Bislang wurde sie einmal pro Jahr gemäht - das war's. Jetzt hat das Areal viel mehr zu bieten. An insgesamt fünf Stationen können Jung und Alt ihre Kenntnisse in Sachen Naturschutz auffrischen. Im Herbst lief die Planung durch Carolin Prott an, die den LPV inzwischen verlassen hat. "Wir vollenden das Projekt und hoffen, dass es auf große Resonanz trifft", sagt Schwabe.

Begleitend zum Lehrpfad entstand im Zuge des Vorhabens, das der Freistaat Sachsen über ein Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums gefördert hat, noch das Faltblatt "Artenschutz am Haus und Garten". Ob Blumen, Bienen, Amphibien, Vögel. Reptilien oder Fledermäuse: Die heimische Tier- und Pflanzenwelt ist vielseitig. "Und wir wollen helfen, sie zu erhalten", so Schwabe. Das Siebenschlehener Pochwerk sei ein optimales Areal, da es ohnehin seit Jahren naturnah gehegt und gepflegt wird. Speziell auf Bergbauhalden und in Stollen finden extrem gefährdete Fledermausarten und der inzwischen äußerst seltene Feuersalamander ein Zuhause. Mehr dazu und zu anderen Themen erfahren Gäste am Sonnabend ab 10 Uhr.

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