Sozialstation Zschorlau ist jetzt in Aue

Die Erzgebirgische Pflege GmbH hat neue Räume in der Stadt bezogen. Mit dem Umzug sollen sich die Bedingungen für die Mitarbeiter verbessern - nicht nur der zentralen Lage wegen.

Aue.

Mehr Platz in moderneren Räumen, in denen man sich auch mal im Team zusammensetzen und den Tag besprechen kann, das bietet die Sozialstation, die im Haus an der Rosa-Luxemburg-Straße 19 in Aue neu eröffnet worden ist. Umgezogen sind die 17 Mitarbeiter, die zur Erzgebirgischen Pflege GmbH (EPG) gehören, bereits in den vergangenen Wochen von Zschorlau nach Aue. Den Namen "Sozialstation Zschorlau" will man laut Roberto Schimana, Geschäftsführer der EPG Erzgebirgische Pflege gGmbH, einem Unternehmen der Diakoniestiftung in Sachsen, noch eine Weile beibehalten. Betreut werden insgesamt 120 Patienten in Zschorlau, Aue, Schneeberg, Lauter, Antonshöhe, Rittersgrün und Crandorf. Zudem betreibt die EPG in Antonshöhe ein Pflegeheim und Betreutes Wohnen.

"In Zschorlau hatten wir nur einen angemieteten Raum in einem an der August-Bebel-Straße liegenden Wohnhaus. Allein die Ausfahrt dort war kreuzgefährlich", beschreibt Andrea Höhl, Pflegedienstleiterin der Sozialstation, die bisherigen Bedingungen. Die neuen Räume in Aue bieten die Möglichkeit, zwei Computerarbeitsplätze einzurichten. "In unserem Job gibt es viel zu schreiben und vieles braucht Vorbereitung, das geht jetzt besser", bestätigt auch Sandra Klonovsky, die seit 2006 in der Sozialstation Zschorlau arbeitet. Am Haus wurden sechs Stellplätze für die Autos der Sozialstation gebaut. Um die 100 Kilometer fährt jede Pflegeschwester am Tag, in der Früh- oder Spätschicht. Die Touren seien jeden Tag anders, so Sandra Klonovsky. Auch die Verweildauer bei den Patienten ist unterschiedlich. "Wir nehmen uns aber für alle die Zeit, die nötig ist", versichert Andrea Höhl.

Roberto Schimana geht davon aus, dass die ambulante Pflege weiter an Bedeutung gewinnt. "Die Heimkosten explodieren", sagt er. Dennoch will die EPG bei der Größe ihrer Sozialstation bleiben. Das liege einerseits am Personal, das schwierig zu finden sei, und andererseits am Qualitätsverständnis der EPG. "Wir brauchen eine beherrschbare Größe und homogene Teams", so der Geschäftsführer.

Alle Investitionen in der neuen Sozialstation hat der Vermieter übernommen, Mike Groß, der das Haus gekauft hat und mit seinem Architekturbüro eingezogen ist. "Das war ein gutes Miteinander von den ersten Gesprächen bis zum Einzug", bescheinigt er seinem Partner, der EPG. Groß kann sich freuen, dass das Haus bereits komplett vermietet ist. Im Dachgeschoss zieht im März eine Steuerkanzlei ein, auch die Wohnungen im Seitenflügel sollen im Frühjahr bezugsfertig sein. Für die Orthopädie-Praxis soll es in zwei Monaten einen Nachfolger geben. "Wir versuchen, langfristig und nachhaltig zu investieren, bieten bezahlbare Qualität", beschreibt Groß sein Erfolgsrezept. Wenn im Sommer alles fertig ist, will er zu einem Tag der offenen Tür einladen.

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