Sportpark Rabenberg punktet nun auch mit Cross-Fitness-Parcours

Auf aktive Erholung und Freizeitgestaltung setzt die bekannte Einrichtung bei Breitenbrunn. Doch trotz weiterer Investitionen wird sie derzeit ausgebremst.

Breitenbrunn.

Mit einer neuen, zweigeteilten Anlage erweitert der Sportpark Rabenberg sein Angebot. Auf der oberen Ebene der Anlage gibt es einen Barfußpfad und ein Kneipp-Becken, auf der unteren Ebene einen Cross-Fitness-Parcours. Der kommt Fernsehzuschauern irgendwie bekannt vor. "Ja, dieser Parcours ist so ähnlich angelegt, wie man es aus den Ninja-Warrior-Sendungen kennt", erklärt Sportpark-Geschäftsführer Sven Röber. "Hier kann man die Anforderungen in unterschiedliche Einzelteile gliedern und zum Beispiel beim Hangeln mit Kraft und Geschicklichkeit bewältigen."

So gibt es unter anderem einen TRX-Bereich mit Einkerbungen, in die ein Schlingtrainer einzuhängen ist, eine Pegboard genannte Lochplatte und auch einen Bereich mit Reck, Sprossenwand und Klimmzugstange. Denny Bräuer, Bereichsleiter Sport im Sportpark Rabenberg: "Da ist für alle Muskelgruppen etwas dabei. Was körperliche Robustheit ist, kann man da sehr viel machen beim Training." Wie der 34-Jährige, der in der Jugend Leichtathlet war und heute im Boxsport bei den Gebirgsfighters Annaberg aktiv ist, erklärt, können auch noch zusätzliche Geräte aufgebaut werden. So zum Beispiel an einer Halterung für Langhantelstangen.

Die neu entstandene Anlage ist ein ergänzendes Element und bereichert das Portfolio auf dem Rabenberg bei Breitenbrunn. Nutzbar ist das Ganze individuell, aber genauso können auch Kurse stattfinden. "Wir hatten einmal den Traum, einen Hindernislauf zu veranstalten, und da hätten wir den Parcours mit einbezogen. Aber zunächst ist es eine reine Trainingsanlage", erläutert Sven Röber. Die Anlage ist frei zugänglich sowohl für Gäste des Sportparks als auch für jeden, der auf den Rabenberg kommt. "Ein paar kleinere Modifikationen müssen wir noch vornehmen", so Röber. Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es jetzt keine Einweihung. Das Areal soll im Frühjahr offiziell in Betrieb gehen. Die Bauzeit betrug etwas mehr als ein Jahr. Im Sommer 2019 ging's los, jetzt im Herbst war Fertigstellung. Investiert wurden rund 160.000 Euro. Ein Großteil sind Fördermittel aus dem Leader-Programm.

Einerseits gab es Investitionen, andererseits stehen nun zum zweiten Mal in diesem Jahr alle Räder still. Aktuell gibt es aufgrund der pandemiebedingten Schließung keine Gäste auf dem Rabenberg. "Das fällt uns schwer und ist extrem bitter. Wir haben eine Menge Geld in verschiedene Konzepte und Maßnahmen gesteckt, um einfach die Hygiene zu gewährleisten. Und jetzt wirft man uns Knüppel zwischen die Beine. Wir können im Endeffekt nichts dafür", so Röber. "Ich verstehe die Politik, dass irgendwo angesetzt werden muss, das aber so einseitig zu verlagern, auch zu unseren Lasten, finde ich gravierend. 2019 hatten wir 80.000 Übernachtungen im Sportpark. Für 2020 liegen wir jetzt bei ein bisschen mehr als 50.000. Wir verlieren in diesem Jahr also rund 30.000 Übernachtungen, wobei der Dezember momentan noch in den Büchern steht. Fällt der noch weg, wächst auch der Verlust." Stand jetzt fehlen für 2021 bereits rund 10.000 Übernachtungsbuchungen im Vergleich zu normalen Jahren.

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