Stadt räumt mit Lila Herz bei City-Offensive ab

Beim Wettbewerb "Ab in die Mitte" hat Aue am Freitag den ersten Platz belegt. Nun sollen Lebensadern die Innenstadt bald zum Pulsieren bringen.

Aue.

Die Stadt Aue soll nicht als graue Maus, sondern als sympathischer Einkaufsort gesehen werden. Eine Idee dafür: ein Lila-Herz-Weg durch die Innenstadt. Der soll Gäste an die schönsten Ecken der City und zu historisch wertvollen Häusern führen. Nun hat das Projekt beim diesjährigen Citywettbewerb "Ab in die Mitte!" abgeräumt. Laut Sächsischem Wirtschaftsministerium ist die Stadt gestern als Sieger ausgewählt worden und erhält den mit 30.000 Euro dotierten ersten Preis.

Insgesamt 18Kommunen hatten sich am Städtewettbewerb beteiligt. "Das Projekt der Stadt Aue begeistert mit seinem klaren und herzlichen Bekenntnis zu den tief verwurzelten Identitäten dieser traditionsreichen Bergbaustadt", heißt es von der Jury. Die Kampagne bringe Leben zurück in die Mitte.

Ausgangspunkt für den Weg soll ein begehbares "Lila Herz" auf dem Altmarkt sein. "Lebens-Adern" leiten von dort aus zu wichtigen Gebäuden und Aufenthaltspunkten. Durch Infotafeln und Beschilderung wird man durch das "Herz" von Aue geführt und lernt dabei die Sehenswürdigkeiten kennen. Die Arbeiten an dem Weg sollen im Januar 2019 beginnen. Die Stadt rechnet mit Kosten von circa 170.000 Euro, zugleich werden rund 150.000 Euro Fördermittel erwartet.

"Das ist kein Lottogewinn, wir haben viel Zeit und Engagement investiert", sagte gestern kurz nach der Preisverleihung Aues Oberbürgermeister Heinrich Kohl (CDU). "Wir greifen ein Mega-Thema aus der Region auf und bedienen uns des Images der Veilchen."

Die 30.000 Euro sollen für erste Ausschilderungen in der Stadt und fürs Marketing eingesetzt werden. Den gewonnenen Preis sieht Kohl als Auftakt für einen Weg, der zum Tag der Sachsen 2020 in Aue führt und bei dem das Lila Herz als Symbol eine große Rolle spielen wird.

"Zum ersten Mal dabei, und dann gleich auf dem ersten Platz - wenn das nicht toll ist, dann weiß ich auch nicht", sagte Aues Stadtpressesprecherin Jana Hecker. Das stärke das Selbstbewusstsein aller Beteiligten.

Ines Schieck, für Wirtschaftsförderung zuständig, erinnerte daran, dass die Idee mit dem Lila Herz auf Frank Martin zurückgeht. Die Arbeit am Wettbewerbsbeitrag habe im Frühjahr dieses Jahres begonnen. "Irgendwann kamen wir auf die Idee mit den Adern, denn die versorgen ein Herz mit Leben. Die Adern in unserem Projekt verbinden, was die Stadt Aue zu bieten hat, ob nun Sport, Theater oder historische Stätten." Selbst Auer wüssten oft nicht, was ihre Stadt zu bieten hat. Das soll sich mit dem Lila-Herz-Weg ändern.

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