Stadt verzichtet auf gut 151.000 Euro

In der Lößnitzer Altstadt ist viel saniert worden - auch dank Fördermitteln. Dafür könnten Ausgleichsbeiträge verlangt werden.

Lößnitz.

Eine erfreuliche Nachricht gibt es für Hausbesitzer in der Lößnitzer Altstadt: Der Stadtrat hat während seiner jüngsten Sitzung beschlossen, auf das Erheben von Ausgleichsbeiträgen zu verzichten.

Dadurch entgehen der Kommune zwar reichlich 151.000 Euro an Einnahmen. Allerdings hätten die mit den Beiträgen verbundenen Verwaltungskosten mit geschätzt gut 514.000 Euro deutlich höher gelegen, erklärte Stadtrat Kurt Günther (CDU). Er leitete die Abstimmung zu diesem Punkt. Denn neben anderen Ratsmitgliedern war als einer der Eigentümer auch Bürgermeister Alexander Troll (CDU) befangen. Die verbliebenen Räte stimmten dem Verzicht zu.

Hintergrund: Seit den 1990er-Jahren wurden mit Hilfe von Fördermitteln viele Straßen und Wege in der Lößnitzer Altstadt saniert. Knapp 21 Millionen Euro sind dafür geflossen. Dadurch sei der Bodenwert gestiegen. Dafür könnte die Stadt nun von Eigentümern Ausgleichsbeträge kassieren. Allerdings habe sich der Wert der Flächen nicht oder nur geringfügig erhöht - in einer Spanne zwischen null und drei Euro. Das rechtfertige den Verwaltungsaufwand nicht. Die Stadträte gegen davon aus, dass die Entscheidung viele Grundbesitzer aufatmen lässt. (irme)

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