Stadtfest macht Lust auf Tag der Sachsen

Tausende Besucher haben drei Tage lange in Aue gefeiert. Das Ganze war zugleich die Generalprobe für das Großereignis 2020.

Aue.

Mit dem Fassbieranstich im Festzelt auf dem Anton-Günther-Platz wird das Auer Stadtfest stets eröffnet. Natürlich obliegt diese Aufgabe dem Stadtoberhaupt. Heinrich Kohl stellte sich auch am Freitag der Verantwortung. Er hatte allerdings Probleme. Der Zapfhahn saß nicht gleich, das Bier spritzte. Doch die kleine Panne zum Auftakt war am Sonntag längst vergessen. Nachdem Tausende Gäste drei Tage lang in ausgelassener Stimmung in der Auer Innenstadt gefeiert hatten, verkündete Kohl stolz: "Die Generalprobe ist geglückt." Er meinte damit das Stadtfest als Generalprobe für den Tag der Sachsen 2020.

Claudius Unger, Chef des Hotels Blauer Engel, hatte ebenfalls nichts zu kritisieren. "Es ist deutlich zu merken, dass sich das Stadtfest etabliert hat. Es ist sehr wichtig für die Stadt, denn sie muss leben." Das Fest sei gewachsen, und man habe ihm die Zeit dazu gegeben. Auch die ortsansässigen Händler und Gastronomen seien gefordert. Sie müssten Mut haben und neue Wege gehen. "Wir hatten in diesem Jahr fünf verschiedene DJs, die bei uns aufgelegt haben", so Unger. Dazu mit Theresa Randall eine Sängerin, die genau den Nerv des überwiegend jungen Publikums traf. Mit Blick auf 2020 sagte Unger, er würde nur ungern aufs Stadtfest verzichten. Denn es sei nicht mit dem Tag der Sachsen vergleichbar und austauschbar. "Dass Wichtigste sind die Menschen in der Stadt - sie müssen Spaß haben, sich wohlfühlen." Die Künstler zum Tag der Sachsen seien dann eher zweitrangig.


Falk Schellenberger war mit seinen Mitstreitern direkt vor der Filiale der Familienbäckerei im Auer Zentrum im Einsatz. "Für uns als Unternehmer ist es natürlich Aufwand, aber wir wollen unseren Kunden auch mal etwas zurückgeben", sagte der Bäckermeister. Und so standen Spaß, Geselligkeit und Kontaktpflege im Mittelpunkt. "Ein heftiger Regenguss gehört da auch dazu, dann ist das Zelt plötzlich voll", erklärte der 58-Jährige, der das Miteinander zwischen den Gewerbetreibenden lobt. "So macht es Spaß." Für den Sachsentag hofft er vor allem auf ein gutes logistisches Konzept für die An- und Abreise der Gäste. "Das macht mir ein bisschen Sorge. Es kommen ja etwa fünfmal so viele Leute wie zum Stadtfest." Beim Festumzug möge die Kommune auf hiesige Vereine, Handwerker und Unternehmer setzen. "Das ist eine gute Werbung."

Marcus Großmann musste sich als Tontechniker an der Altmarkt-Bühne drei Tage voll konzentrieren. "Wir sind hier die Familienbühne." In diesem Jahr sorgten unter anderem Biba und die Butzemänner für mächtig Stimmung. "Die Leute haben sogar vor der Bühne getanzt", berichtete Großmann und freute sich zudem über das Erzgebirgsensemble als feste Größe auf seiner Bühne. "Es braucht gar keinen Flyer mehr, weil alle wissen, was passiert. Das Konzept des Fests ist stimmig und wurde nicht verändert." Für den Tag der Sachsen hat Großmann nur einen Wunsch: "Die Stadt sollte auf die Regionalität und die einheimischen Unternehmer nicht verzichten. Beim Stadtfest findet man nämlich keinen Bierwagen aus Chemnitz."

Tom Zierfuß weiß zwar noch nicht, ob er beim Tag der Sachsen in Aue dabei sein wird. Aber das Stadtfest fand der Mitarbeiter der Mittelalter-Agentur Sündenfrei äußert gelungen. "Das Programm auf der Bühne hinter uns am Carolateich mit ABBA-Revival und Lasershow war klasse." Überhaupt habe sich der Standort vorm Kulturhaus für den Mittelaltermarkt bewährt. "Und die Zusammenarbeit mit der Stadt ist bestens."

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