Städte kämpfen gemeinsam gegen Kriminalität

Drogenhandel ist ein Thema - Eibenstock und Johanngeorgenstadt bilden Rat - Innenministerium kündigt Hilfe an

Eibenstock.

In der Stadt Eibenstock gibt es seit kurzem einen kriminalpräventiven Rat. Dieser hat sich aus dem Gedanken heraus entwickelt, eine Grundstrategie in der Stadt zum Umgang und zur Bekämpfung von Drogenkonsum und Kleinkriminalität entwickeln zu wollen. In der Vergangenheit habe es laut Eibenstocks Bürgermeister Uwe Staab (CDU) zwar Aktionen in der Stadt und in der Oberschule, unter anderem im Zusammenwirken mit der Polizei gegeben, aber es gebe nach wie vor Probleme. Geplant ist künftig eine Sicherheitsanalyse für den Sozialraum Eibenstock-Johanngeorgenstadt. Finanziert wird diese durch den Freistaat Sachsen. "Zwischen beiden Städten gibt es viele Parallelen und Gemeinsamkeiten", sagt Staab. Unter anderem sorge die Grenznähe dafür, dass laut einer Studie der Belastungsindex in Bezug auf Drogen und Kriminalität in beiden Städten sehr hoch sei. Nicht zuletzt ist der Streetworker, der in beiden Städten mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, der gleiche.

Auf das Projekt von Eibenstock und Johann'stadt ist auch der im Innenministerium angesiedelte Landespräventionsrat aufmerksam geworden. In Aussicht gestellt wurde, eine Projektstelle durch den Freistaat für ein bis eineinhalb Jahre finanziert zu bekommen, bei einem Eigenanteil der Kommune von zehn Prozent. "Wir wollen das Drogen- und Kriminalitätsproblem von der positiven Seite angehen", sagt Staab. "Positive Einstellungen auch bei den Eltern sollen gestärkt werden." Ein Vorschlag, um Jugendliche zum Thema erreichen zu können, sei ein betreuter Jugendklub. Im kriminalpräventiven Rat arbeiten die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates, die Schulleiter, Schüler- und Elternvertreter der Oberschule sowie Vertreter der Jugendarbeit und staatlichen Behörden zusammen. (ike)


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