Tempo 30 in Zschorlau: Vorstoß abgelehnt

Nach Ortsbegehung an Neustädtler Straße Anwohner unzufrieden - Gemeinde verspricht Verkehrskontrollen

Zschorlau.

Ulrich Richter ist mit dem Ergebnis einer Ortsbegehung vor seinem Haus an der Neustädtler Straße in Zschorlau nicht zufrieden. Sein Wunsch, dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h zu erreichen, wurde abgelehnt. Es gab keine Zustimmung von den Vertretern des Polizeireviers Aue.

Das bestätigt auch Thomas Langer, in der Gemeindeverwaltung Zschorlau für Ordnung und Sicherheit zuständig. Begründet wurde das mit folgenden Feststellungen: keine besondere Gefahrenlage, keine Unfallhäufigkeit, keine Kindertagesstätte, keine Schule und auch kein Pflegeheim in unmittelbarer Nähe. Zudem handele es sich bei der Neustädtler Straße um eine Hauptstraße, die gut einsehbar sei. "Somit sind die gesetzlichen Voraussetzungen für eine streckenbezogene Beschilderung auf 30 km/h nicht gegeben", fasst Langer zusammen.

Gleichwohl hat die Gemeindeverwaltung bereits organisiert, dass auf dem Abschnitt, auf dem Richter in letzter Zeit vermehrt zu schnell fahrende Autos festgestellt hat, wieder verstärkt Verkehrskontrollen stattfinden. "Wir werden auch noch einmal Verkehrszählungen vornehmen", sagt Langer, gibt aber zu bedenken, dass es keine Relevanz habe, wie viele Autos die Straße passieren.

Ulrich Richter kündigt an, sich mit dem Thema weiter eingehend befassen zu wollen. "Ich will konkret wissen, was gesetzlich dazu festgelegt ist", sagt er. Zudem möchte er eine "richtige" Antwort von der Gemeinde. "Ich lasse nicht locker."

Der Zschorlauer hatte in einer Gemeinderatssitzung auf das Problem aufmerksam gemacht und an Bürgermeister Wolfgang Leonhardt (CDU) ein Schreiben übergeben. Darin schilderte er seine Beobachtungen und äußerte auch seinen Wunsch nach einem Tempolimit von 30 km/h. Den eigentlichen Anlass für seinen Vorstoß lieferte ein Unfall mit seinem Hund vor einigen Wochen. Offenbar von einem schnell fahrenden Fahrzeug war das Tier vor dem Grundstück an der Neustädtler Straße überfahren und mehrere Meter weit weg geschleudert worden. Die Hündin starb. (ike)

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