Thronwechsel im Kurbad: Wer die neue Hoheit ist

Das 6. Bad Schlemaer Brunnenmädchen wird morgen ihre Amtszeit beginnen. Doch der feierliche Akt stand lange auf der Kippe.

Bad Schlema.

Es gibt ein Happy End bei der Suche nach dem 6. Bad Schlemaer Brunnenmädchen: Eine Hoheit wird im Rahmen des Quell- und Weinfestes, das man am Wochenende rund um den Musikpavillon am Kurmittelhaus in Bad Schlema feiert, gekürt. Es ist der Samstag, wo die Amtszeit der aktuellen Hoheit Sabrina Trzarnowski endet. Sie wird ihre Krone 15.15 Uhr auf der Bühne am Musikpavillon an Stephanie Lippert weiterreichen.

Lippert ist angehende Tourismuskauffrau, 23 Jahre jung, wohnt in Aue und wird das Amt des Brunnenmädchens für die kommenden zwei Jahre ausfüllen. Bis zur Krönung war es ein langer Weg, denn ganz so einfach war es für die Bad Schlemaer nicht, das hoheitliche Amt neu zu besetzen. Es fehlte schlichtweg an Bewerberinnen. Wie Mandy Götze-Willimowski, Leiterin der Gästeinformation Bad Schlema erklärt, gab es lediglich zwei junge Frauen, die sich interessiert haben. Doch genügend Zeit war, denn die Bewerbungsfrist, die ursprünglich am 30. Juni endete, wurde extra bis Ende August verlängert.

Letztlich hatte man zwei Bewerberinnen. Allerdings, so Mandy Götze-Willimowski, kommt eine erst 17-jährige junge Frau für das Amt leider nicht in Frage, weil sie die Teilnahmebedingungen, in denen ein Alter zwischen 18 und 30 Jahren vorgegeben ist, nicht erfüllt. Woran es liegt, dass die Anzahl der Bewerberinnen so gering ist, vermag man im Kurort nicht zu sagen. Dass vielleicht die Anforderungen, die gestellt werden, zu hoch sind, verneint Götze-Willimowski: "Das Brunnenmädchen bekommt eine Aufwandsentschädigung. Außerdem werden Kleidung und Fahrzeug für die Auftritte gestellt und auch eventuelle Übernachtungen werden übernommen." Das Brunnenmädchen ist durch die Arge Deutscher Königinnen, wo die Bad Schlemaer Mitglied sind, deutschlandweit unterwegs. Insgesamt sind es im Jahr rund 20Auftritte. Neben dem Alter gibt es lediglich drei weitere Bedingungen, die erfüllt sein müssen: die Identifikation mit Schlema und der Region, die Verträglichkeit der ehrenamtlichen Tätigkeit mit Beruf oder Ausbildung sowie die Freude am Umgang mit Menschen und Spaß am Repräsentieren. Letzteres ist wohl Voraussetzung bei allen hoheitlichen Ämtern.

Zum 4. Bad Schlemaer Hoheitentreffen, das am Samstag 9.30 Uhr beginnt, gehört ein reger Erfahrungsaustausch. Elf Hoheiten haben ihr Kommen zugesagt. Geplant ist über den Tag ein buntes Programm mit Rundfahrt durch den Ort und am Nachmittag gibt es ab 14.30 Uhr eine Präsentation der Gasthoheiten auf der Bühne am Musikpavillon und nach 16 Uhr ist eine Autogrammstunde in der Ladenpassage am Gesundheitsbad geplant.

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