Tops und Flops der Spielplätze: Schüler machen den Test

Welches Spielareal ist super, welches steht traurig da? Grundschüler haben darauf in Aue nach Antworten gesucht. Das Rathaus bleibt beim Thema nicht untätig.

Aue-Bad Schlema.

In welchem Zustand sind die Spielplätze in Aue-Bad Schlema? Das wollten die Kinder der Auer Dürer-Grundschule wissen. In der aktuellen Ausgabe ihrer Schülerzeitung Dürolino haben sie den ersten Teil ihres Test veröffentlich. "Wir haben drei Spielplätze ausgewählt, die in der Nähe unserer Grundschule liegen", erklärt Silke Skorzus, die das Projekt Schülerzeitung an der Schule betreut. "Auf die Idee mit dem Test sind die Kinder selbst gekommen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde auch eine Checkliste angelegt."

Als sehr gut haben die Grundschüler im Alter zwischen acht und zehn Jahren den sogenannten Polizeispielplatz an der Thomas-Mann-Straße bewertet. Es habe kein Müll herum gelegen und für die kleineren Kinder gebe es ein Klettergerüst mit Rutsche. Als Negativbeispiel erlebten die Kinder hingegen den Spielplatz an der Nicolaipassage. "Hier fanden wir es nicht so toll", sagen sie. Herumliegende Kippen und ein problematisches Umfeld trübten das Gesamtbild.


Für die Stadt Aue-Bad Schlema stellen die Spielplätze eine wichtige Aufgabe dar. Erst jüngst hatte der designierte OB Heinrich Kohl (CDU) den neuen Spielplatz am Kurpark in Bad Schlema eröffnet. Rund 25 Spielplätze gibt es in Aue, sechs in Bad Schlema, die jedoch nicht alle in kommunaler Hand sind. Um den Zustand zu verbessern, wird ständig saniert. So werden auf dem Spielplatz Weinberg in Bad Schlema demnächst neue Spielgeräte aufgestellt. Diese Anlage wird rege von den Hortkindern der Friedrich-Schiller-Schule genutzt. Allerdings sind Klettergerüst, Tischtennisplatte, Balancierbalken, Spielhaus und Sandkasten verschlissen.

"Die Planung für die Erneuerung liegt bereits vor und wird bald umgesetzt", verspricht die Stadtsprecherin Jana Hecker. Auf dem Spielplatz Marktpassage wurde die defekte Kletter-Kombination demontiert und ein Ersatzspielgerät beschafft, welches vom Betriebshof nun aufgestellt werden soll.

In Aue wurde der Bolzplatz auf dem Brünlasberg mit Tennenbelag ausgestattet und durch einen vier Meter hohen Ballfangzaun umzäunt. Dies sei lange ein Wunsch der Kinder und Eltern vom Brünlasberg gewesen, heißt es.

Doch es gibt nicht nur Licht, sondern auch Schatten. So sei der Spielplatz auf dem Eichert (hinter der Solinger Straße 11) katastrophal, hat eine Leserin der "Freien Presse" mitgeteilt. Die Tischtennisplatte rotte vor sich hin und die Schaukeln wären schon vor Monaten abgenommen worden. Auch das Klettergerüst mit Rutsche sei in einem erbärmlichen Zustand. Wie soll es dort weitergehen?

Diese Kritik kennt die Stadtverwaltung und hat schon reagiert. "Dort soll ein neuer, sehr schöner Spielplatz entstehen. Die Spielgeräte sind bestellt", erklärt Jana Hecker. Allerdings hätten sie auch eine gewisse Lieferzeit. "Wenn sie da sind, kann es endlich losgehen", sagt die Stadtsprecherin.

Manchmal sind die Eltern aber auch mit der Erneuerung unzufrieden. So hatte die Kommune jüngst den Spielplatz am Grimmweg unterhalb der Hubertusstraße in Neudörfel "frisch angerichtet". Das teilte die Stadt via Facebook mit. Dafür gab es nicht nur Beifall. "Ich frage mich echt, wer das plant. Die Schaukeln hängen jetzt beide höher und das Klettergerüst ist für die Großen total langweilig und für die Kleinen total ungeeignet weil die Abstände zu groß sind", schrieb eine Mutter ihre Kritik. Zudem gebe es auch auf der einen Seite keine Bänke mehr, wo immer Schatten war.

Stadtsprecherin Jana Hecker sagt dazu: "Ich werde die Kritik an unser Fachamt weitergeben. Dass mit den Schaukeln lässt sich sicher lösen." Zugleich wirbt sie um Verständnis: Wegen der hohen Kosten für neue Spielgeräte seien nicht alle Wünsche erfüllbar.

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