Turm der Eibenstocker Kirche weiter verhüllt

Sanierung des Bauwerks wird teurer - Arbeiten daran dauern länger

Eibenstock.

Nach der Winterpause haben die Arbeiten am Turm der Stadtkirche in Eibenstock Ende März wieder begonnen. Wie Lutz Frieß, der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, berichtet, ist der Abschluss der Sanierung erst für Juli dieses Jahres geplant.

Gleich zu Beginn der Arbeiten hatte es Verzögerungen gegeben: Das Gerüst konnte nicht rechtzeitig gestellt werden, weil die Firma überlastet war. Mit neun Wochen Verzug war der ursprüngliche Plan, zum 150.Kirchweihfest am 1. Advent 2018 einen frisch sanierten Turm präsentieren zu können, nicht zu halten. Hinzu kam der zeitige Frost im November - die Arbeiten wurden eingestellt. Bis dahin wurde der Oberputz bis zum Umgang des Turmes abgeschlagen, Sandsteinarbeiten wurden begonnen, Fugen geöffnet, der Unterputz überarbeitet. "Bis jetzt sieht alles gut aus, die Arbeiter der Firma Hollerung aus Reichenbach geben sich viel Mühe", schätzt Frieß ein. Der Kirchenvorstand freut sich darüber, dass die Gerüstbaufirma für die Winterpause nichts in Rechnung gestellt hat.


Für die Sanierung des Turmes waren ursprünglich Kosten in Höhe von 425.000 Euro veranschlagt. Dafür kann die Sanierung bis einen Meter unter den Umgang realisiert werden. Soll sie fortgesetzt werden bis hinunter auf Höhe der Anschlusskante, braucht es noch einmal 200.000 Euro. Eine Entscheidung darüber, ob die Arbeiten fortgeführt werden, ist laut Lutz Frieß noch nicht gefallen. Auch für die Aufarbeitung der Ziffernblätter wird noch Geld gebraucht. Die Spendenbereitschaft der Kirchgemeinde ist also auch in Zukunft gefragt.

Schon jetzt konnten über 100.000 Euro an Spenden für den Eigenanteil der Kirchgemeinde gesammelt werden. "Damit kann man mehr als zufrieden sein", sagt Frieß. "Die Stadtkirche mit ihrem 64 Meter hohen Turm ist nicht nur für die Mitglieder unserer Gemeinde ein zentraler Ort, sondern auch ein Wahrzeichen Eibenstocks."

Noch keine Zusage gibt es für einen Zuschuss, der bei der Landeskirche für die Turmsanierung beantragt wurde. Ein Antrag auf Verlängerung des Fördermittelzeitraums wurde hingegen bewilligt.

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