Und immer schön aufs Handy starren!

Warum es sinnvoll ist, Bilder vom Erzgebirge zu posten und Wildkräuter zu kennen.

Den Kopf gesenkt, den Blick starr aufs Handy gerichtet werden nun auch die Wanderfreunde durch die Region stapfen. Regt euch nie wieder über die Jugend auf, die Pokémons jagt und dabei ausgebüxte Vögel einfängt!

Wir navigieren uns künftig per Handy durchs Erzgebirge. Denn jetzt lenkt uns die Erz-App-aktiv! Da bleibt kein Blick mehr für die Schönheiten der Natur. Es sei denn, wir fotografieren sie vorher und stellen Bilder davon ins Netz, mit denen dann die Wanderrouten illustriert werden können. Bis auf Pilze, die sind zu schnell vergänglich!


Wir haben jetzt mehr Angst vor einem Funkloch als vor einem Tagebruch, in den man tapsen könnte. Dank der neuen App gibt es kein abenteuerliches Herumirren im Wald und auch keinen Adrenalinschub mehr, weil man einfach den Wegweiser aus dem Dickicht nicht mehr findet! Wegweiser, Karten, Wanderwarte, Ruhe- oder gar Rastplätze - alles Dinge von gestern.

Aktiv sollen wir und unsere Gäste sein. Nun sei es ein Leichtes, per App und GPS, in der Nähe seines aktuellen Standorts eine Einkehr auszumachen. Dass diese gar nicht geöffnet ist, weil sich keiner mehr in die Küche stellen und Essen kochen will, das verrät die App nicht.

Für den Fall kann man sich eine andere App herunterladen. So etwas wie Lieferheld. Über die könnte man zur Not sich eine Pizza bestellen, in der Hoffnung, dass überhaupt ein Pizzabäcker aus der Region so ein Held und über den Service erreichbar ist. Oder man weiß noch, welche Wildkräuter man essen darf.

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