Verein zeigt Verbundenheit mit Zwickauer Hütte

Heinz Leitner, Wirt der Zwickauer Hütte in Südtirol hat das Wappenschild des Erzgebirgsvereins Zwickau erhalten.

Zwickau.

Hüttenwirt Heinz Leitner hat die Zwickauer Hütte auch diesmal wieder auf der Reisemesse in der Zwickauer Stadthalle präsentiert. Zahlreiche Mitglieder des Erzgebirgszweigvereins (EZV) Zwickau waren in der Vergangenheit schon auf der Zwickauer Hütte in Südtirol zu Gast und haben dort auch übernachtet. Das sagte Harald Lehnert, 1.Vorsitzender des EZV. Anläss- lich des bevorstehenden Jubiläums "120 Jahre Zwickauer Hütte" hat sich der Vorstand des Vereins entschieden, das Wappenschild des Erzgebirgszweigvereins Zwickau auf der Messe zu übergeben. "Der Hüttenwirt kann für das Wappen sicher einen gut sichtbaren Platz in der Hütte auswählen", sagte Lehnert.

Das Wappenschild befand sich bis 1963 im alten Fichtelberghaus. Es war für die Einrichtung eines Zwickauer Vereinszimmers im alten Fichtelberghaus bestimmt. Am Rosenmontag, 25. Februar 1963, vernichtete ein Großbrand das Fichtelberghaus bis auf die Grundmauern. Wolfgang Stiehler hatte in seiner Eigenschaft als 1. Vorsitzender des EZV Zwickau, die er in der Zeit von 1994 bis 2006 inne hatte, von dem Vorhandensein des aus dem Brandschutt geborgenen Wappens erfahren. Wesentliche Eckpunkte zum Fichtelberghaus und dem Zwickauer Wappen hat Wolfgang Stieh- ler auf einer gerahmten Tafel benannt. Beide Gegenstände, das Wappen und die Tafel mit der dazugehörigen Geschichte, hat der EZV am Stand der Zwickauer Hütte, die 1899 von der Alpenvereinssektion Zwickau erbaut wurde, übergeben. Mit dem Geschenk will der Erzgebirgszweigverein den Gästen der Zwickauer Hütte die Verbundenheit des Vereins und Sachsens zeigen und gleichzeitig auf den Freistaat mit seinem höchsten Berg, dem Fichtelberg, aufmerksam machen, sagte der 1. Vorsitzende des EZV. (ja)


Das Wappen wurde aus Ascheresten geborgen

Das Wappen des EZV Zwickau hing ursprünglich im Fichtelberghaus.

1888 wurde auf Anregung des Erzgebirgsvereins Wiesenthal der Grundstein zum alten Fichtelberghaus gelegt. 1910 wurde angebaut. Zweigvereine gestalteten verschiedene Ecken in dem Gebäude, so auch der EZV Zwickau.

Am 25. Februar 1963, einem Rosenmontag, vernichtete ein Großbrand das Fichtelberghaus bis auf die Grundmauern.

Von der meteorologischen Station/Bergobservatorium aus beobachteten der damalige Leiter Horst Gäbler und seine Familie diesen Großbrand.

Gäblers Tochter Brigitte Roscher, ehemalige Leiterin des Ski- und Heimatmuseums Oberwiesenthal, erzählte Wolfgang Stiehler, dass ihr Bruder dieses Wappenschild aus Ascheresten gerettet hatte. Aufgrund einer Bitte des Erzgebirgszweigvereins Zwickau übergab die Familie im Sommer 2005 dieses Zwickauer Wappen an den Verein.

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