Vereine übernehmen erstmals Zepter

Das Harzerfest in Waschleithe wurde trotz der Hitze zum Erfolg. Vor allem am Abend kamen zahlreiche Besucher.

Waschleithe.

Die Nachmittagshitze hat dem Harzerfest in Waschleithe einen kleinen Dämpfer gegeben. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag kamen weniger Besucher als erhofft. Dabei sorgte die Feuerwehr sogar für eine eiskalte Abkühlung und wässerte nicht nur den Fußballplatz. Unter dem künstlichen Regen tanzten die Kinder und sogar einige Erwachsene genossen einen erfrischenden Guss. "Es ist zu heiß", sagt Thomas Abendroth, der Vorsitzende der Schützengesellschaft. "Das hat sicherlich den einen oder anderen zumindest am Nachmittag abgehalten."

Grund zum Klagen hatten die Verantwortlichen am Ende des Festwochenendes trotzdem nicht, denn die Abendveranstaltungen waren bestens besucht. Am Samstag feierten etwa 700 Gäste mit Saitensprung die warme Sommernacht.


Auch wenn das Harzerfest in Waschleithe eine lange Tradition hat, war dieses Jahr vieles doch ein bisschen anders. Zwar liefen die Fäden bei Claudia Schramm von der Stadtverwaltung zusammen, doch erstmals hatten Vereine die Ausrichtung des Festes übernommen. Die Heimatfreunde Waschleithe, der Feuerwehrverein und die Schützengesellschaft mussten dafür die Kräfte bündeln. "Das war anfangs gar nicht so einfach", sagt Yvette Garn, die als Vorsitzende des Feuerwehrvereins auch die Festwirtin war. Zunächst mussten die Verantwortlichen nämlich eine gemeinsame Kommunikation finden. "Da haben wir ein bisschen Lehrgeld gezahlt, doch dann wurde es richtig gut", sagt Andreas Abendroth, Vorsitzender der Heimatfreunde Waschleithe.

Die Heimatfreunde hatten am Freitagabend sogar ein zusätzliches Bonbon organisiert. Die Ursprung Buam aus Österreich traten in Waschleithe auf. Relativ kurzfristig eingerührt hatte das Ronny Ihme, der bekennender Fan ist und sogar den Fanclub Erzgebirge leitet. "Ich habe im April nachgefragt", sagt Ihme. Und wie es der Zufall wollte, war der Termin noch frei. 400 Gäste kamen und erlebten einen unvergesslichen Abend. "Es war ein Versuch und es hat geklappt", freut sich Ihme. Weil es so gut funktionierte, planen die Heimatfreunde bereits fürs kommende Jahr einen Nachschlag mit der Band, die für handgemachte feinste steirische Musik steht.

Das Wochenende selbst lag dann wirklich in den Händen der drei Vereine, die allerdings auch von der Kindertagesstätte Am Birkenwäldchen, von der Grundschule Grünhain und vom Harzerverein unterstützt wurden. So kamen ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und viele Aktionen zustande. Am Sonntag beispielsweise sangen die Kita-Knirpse sogar ein Lied, in dem es um das Harzerfest ging.

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