Vermieter schaltet sich in Debatte um Leerstand ein

Mietersuche schwieriges Pflaster in Aue - Stadt setzt auf neues Leitbild

Aue.

Was tun, um die Auer City zu beleben? Nachdem der Auer Stadtrat Tobias Andrä (parteilos) vorgeschlagen hatte, im Kampf gegen den Laden-Leerstand in Zukunft auf sogenannte Pop-up-Stores zu setzen, also Läden, die nur für kurze Zeit öffnen, hat sich nun auch eine Vermieterin zu Wort gemeldet. Die Auerin, die lieber anonym bleiben will, sagt zur Debatte: Viele Eigentümer würden sich sehr bemühen, einen Mieter für ihre leerstehenden Flächen zu finden, stünden aber nicht nur vor dem Problem, dass es an Bewerbern mangelt.

Als ein Beispiel nennt sie Leute, die nicht zuverlässig Geld überweisen. Auch mangle es an Unterstützung. "Ich bekomme als Vermieterin null Hilfe", sagt die Frau. So habe sie die Fassade ihres Hauses sanieren wollen und im Rathaus angefragt, ob ein finanzieller Zuschuss möglich wäre. Doch das sei abgelehnt worden. Den Leerstand in Aue sieht sie als ein wachsendes Problem. Eine Ursache dafür sei das veränderte Einkaufsverhalten. "Viele Leute kaufen heute im Internet ein." Umsätze, die den Geschäften vor Ort fehlen. Dass in der Folge Läden schließen, sei nicht nur in Aue ein Problem. "Da kann man nicht der Stadt den Schwarzen Peter zuschieben."

Im Rathaus will man dennoch nicht untätig bleiben. Stadtsprecherin Jana Hecker verweist auf die Erstellung des "Leitbildes 2030". Hier seien Ideen gefragt, wie die Stadt in Zukunft schöner werden kann. Im Mai fand die Auftaktveranstaltung statt. Mithelfer werden aber weiter gesucht. Hecker fordert deshalb alle Interessierte auf, sich zu melden. Den Vorwurf fehlender Finanzhilfen für Vermieter weist man in der Stadtverwaltung zurück: Förderungen seien in bestimmten Gebieten prinzipiell möglich.

Die Idee, Pop-up-Stores in der Stadt zu eröffnen, begrüßt Hecker derweil. Ganz neu sei sie allerdings nicht. Ein ähnliches Konzept hat man bereits bei der Shoppingnacht und dem Stadtfest erprobt, wo leere Läden für kurze Zeit öffneten, etwa als Ausstellungsraum. Als Erfolg hätte sich auch das Dekorieren von Schaufenstern in leerstehenden Läden erwiesen, erklärt sie. "Das sorgt dafür, dass die Ladenzeilen in sich geschlossener aussehen." (juef)

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