Vertreter aus 18 Kurorten in Schlema

Euradon-Treffen: Steffen Matthias plant Rückzug

Bad Schlema.

Mediziner und Vertreter aus 18 Radon-Kurorten in Deutschland, Österreich, Tschechien und Polen haben sich bis gestern zur Herbsttagung des Vereins Europäischer Radonbäder (Euradon) in Bad Schlema getroffen. Die Teilnehmer diskutierten über aktuelle Studienergebnisse und Anwendungsformen, wie etwa die Wirkung des Edelgases Radon auf chronisch entzündliche Hauterkrankungen.

Der langjährige Vereins-Vorsitzende Steffen Matthias verkündete während des Treffens seinen Rücktritt. Seine Nachfolge ist aktuell offen. Eine Entscheidung dazu soll es im Frühjahr geben. Der 67-Jährige, der zuletzt Geschäftsführer der Kurgesellschaft Bad Schlema war und jetzt seinen Ruhestand genießt, hatte Euradon17 Jahre angeführt. Er sagt zu seinem Entschluss: "Im Verein sind die Chefs der Einrichtungen vertreten und ich bin quasi jetzt ein Außenstehender. Man ist zwar als Person akzeptiert, hat aber keine Möglichkeiten mehr, etwas in die Wege zu leiten."

Geredet wurde bei der Tagung auch über neue Forschungsvorhaben, die vom Verein mitfinanziert werden sollen. Man wolle sich unter anderem dem Thema Gelenkerkrankungen widmen. "Das Material von Gelenk-Operationen wird nicht entsorgt, sondern geht an eine Forschungseinrichtung. Dort wird untersucht, wie es sich verhält, wenn es Alphastrahlen ausgesetzt wird", erklärt Matthias. Die Palette der aktuellen Forschung rückte man auch beim öffentlichen Radon-Symposium am Samstag im Kurhotel Bad Schlema in den Fokus. Hauterkrankungen spielten dabei genauso eine Rolle wie rheumatische Erkrankungen. (rabe)

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