Viele Steine unterstützen Neubau für Feuerwehr

In Stützengrün startet Spendenaktion für Millionen-Projekt

Stützengrün.

Eigentlich wird das neue Feuerwehrdepot von Stützengrün kein Ziegelbau. Trotzdem können Bürger, Unternehmen, Vereine und andere Unterstützer jetzt Ziegel der Vorderfassade symbolisch erwerben. Für eine Spende von zehn Euro gibt es einen grauen Stein, für 100 Euro einen roten, wie Bürgermeister Volkmar Viehweg am Montag erklärte. Er hatte das zuständige Architekturbüro gebeten, die Front des Hauses in Ziegelsteine "umzurechnen" und die auf einer Bauzeichnung zu markieren. 1725 graue und einige Dutzend rote Steine sind nun zu haben.

Mit einer Spende von 2000 Euro hat Detlef Eibisch schon einen ordentlichen Anteil der rot markierten Ziegel quasi finanziert. Der Mann ist Inhaber der ortsansässigen Firma Werkzeugschleifzentrum Erzgebirge. Das 2007 gegründete Unternehmen ist tätig im Standard- und Sonderwerkzeugbereich. Schon zu Jahresbeginn hatte Eibisch signalisiert, dass er den Neubau unterstützen werde. Mit seiner Scheckübergabe an der frisch ausgehobenen Baugrube startete die Gemeinde die Spendenaktion.

1,5 bis 1,6 Millionen Euro muss Stützengrün für das Depot aufbringen. Die Gemeinde werde dafür einen Kredit aufnehmen. "Wir freuen uns aber, wenn die Summe durch finanzielle Unterstützer sinkt", sagte Viehweg. Spenden können an die Gemeindeverwaltung übergeben werden. Insgesamt kostet der Bau um die 2,1 Millionen Euro. 540.000 Euro kommen in Form von Fördermitteln vom Freistaat. Abgesehen von der großen Zuwendung des Werkzeugschleifzentrums seien bislang rund 1000 Euro an Kleinsummen eingegangen. "Mehrere Bürger haben auch konkret gefragt, wie sie helfen können", so Bürgermeister Viehweg.

Das Feuerwehrdepot soll eine Übergangslösung ersetzen. Dieses Jahr werden noch die Kabelgräben für das Gebäude gezogen, vielleicht auch die Bodenplatte gegossen. Wenn alles nach Plan läuft, soll das Bauwerk im November 2020 übergeben werden. Über 20 Jahre hatten die 56 Mitglieder der Feuerwehr auf den Neubau warten müssen. (irme)

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