Virtueller Adventskalender statt Raachermannlmarkt

Die Stadt Aue-Bad Schlema ersetzt den Markt mit einem elektronischen Angebot. Doch was genau verbirgt sich hinter den 24 Türchen?

Aue-Bad Schlema.

Mit wenigen Klicks zum Weihnachtsflair: Diese Idee steckt hinter dem virtuellen Adventskalender, den die Stadt Aue-Bad Schlema am gestrigen Dienstag im Internet freigeschaltet hat. Jeden Tag und bis 24. Dezember öffnet sich ab sofort ein Türchen. Dabei gebe es auch etwas zu gewinnen, verrät Stadtsprecherin Jana Hecker.

Umsonst kommt man aber nicht an die Präsente - vom Schwibbogen bis zur Weihnachtsgans. "Es muss jeden Tag ein Rätsel gelöst werden", erklärt Hecker. So verstecken sich hinter den Türchen Fragen, die der Rauschebart den Nutzern stellt. Die Lösungen verraten Akteure, die in Aue-Bad Schlema jeder kennt. Darunter Fleischermeisterin Christin Popella, Hotelier und Bierbrauer Benjamin Unger sowie der Schellenberger-Bäcker Alexander, aber auch der Geflügelverein Alberoda und das Eiscafé Diana sind dabei. Das Team von der Galerie der anderen Art präsentiert ein Sockentheater. An einem anderen Tag gibt eine Tagesmutti Basteltipps. Die Gastronomin Renate Eberlein erklärt wiederum, was hinter dem Neunerlei-Essen steckt.

"Andere verraten Rezepte oder machen Musik. Es ist von allem was dabei", sagt Hecker. Denn ersetzen soll der Adventskalender ein Stück weit den Auer Raachermannlmarkt, der wegen Corona ausfällt. "Jeweils eine Minute hatten alle Zeit, um ihr Türchen zu füllen", so Hecker, die selbst einen Weihnachtskrimi zum Besten gibt. Jörgen Schubert, Pfarrer der Nicolai-Gemeinde, trägt indes die Weihnachtsgeschichte vor. "Ich habe mich sehr gefreut, als ich angesprochen wurde." Ihm ist das Türchen Nummer 24, also das Finale vorbehalten. "Eine tolle Geste." Ist doch die biblische Geschichte von der Geburt Jesu an Weihnachten der Anker von allem.

Auf den Niedlichkeitsfaktor setzte Bärbel Schroller. Aus dem Zoo der Minis brachte sie sich zum Drehort Verstärkung mit. Die Aufnahmen kamen vor weihnachtlicher Kulisse in der urigen Einkehr "Zum Füllort" in Bad Schlema in den Kasten. Mit Pony und Igeltanrek reiste Schroller an. "Einen Hund hatte ich auch dabei und habe in meinen Erklärungen zu den Tieren die Antwort auf die Frage versteckt." Der zweite Lockdown treffe auch den Zoo der Minis hart, sagt sie. Aber Sorgen wie diese soll der elektronische Adventskalender von Aue-Bad Schlema täglich zumindest nun kurz vergessen machen.

freiepresse.de/aueadvent

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