Vom Holzmichel bis ins Pariser Nachtleben

Bernsbacher Musikanten laden zum Bockbierfest. Die Besucher klatschen und singen zu den bekannten Melodien.

Lauter-Bernsbach.

Die Mehrzweckhalle Bernsbach wirkte am Samstagabend sehr einladend. Vier lange Tafeln waren liebevoll mit Blümchen und Deckchen dekoriert. "Am Mittwochvormittag haben wir geschmückt, am Abend nach der Probe umgeräumt", sagt der Präsident der Bernsbacher Musikanten, Andreas Rudolph. Der Feinschliff im Saal erfolgte am Freitag. Denn zum Bockbierfest der Bernsbacher Musikanten kommt das Publikum in Scharen - geschätzte 180 Gäste waren es - und so blieb kaum ein Platz leer.

Die Speisekarte offerierte Deftiges. Es gab unter anderem Wellfleisch und für den, der es nicht ganz so fettig mag, Hackepeter. Natürlich oblag den Gastgebern der musikalische Auftakt. Reichlich zwei Stunden spielten die 17 anwesenden Musiker unter der Leitung von Manuel Ullmann alles, was das Blasmusikherz begehrt. Die "Altböhmische Polka", das "Schützenliesl" und "Aus Böhmen kommt die Musik" sind selbstverständlich Melodien, die jeder im Saal kennt und die dazu einladen mitzuklatschen.

Durch das Programm der Musikanten führte in erfrischender Art und Weise Michael Walther. Er kündigte nicht nur die gleich folgenden Titel an, sondern erzählte Witze und einige amüsante Geschichten.

Auch wenn die böhmische Blasmusik das Steckenpferd des Orchesters ist, die in den gewählten Arrangements jung und frisch daherkommt, gab es für das blasmusikbegeisterte Publikum einige Überraschungen. So entführen die Bernsbacher Musikanten beispielsweise in die berühmte Pariser Mausefalle "Pigalle" oder auf den Dorfplatz, wo der Maibaum steht und wo sich alles um die Madeln dreht. Nicht nur eingefleischte Voxxclub-Fans wissen, dass damit der Stimmungshit "Rock mi" beginnt. In der Interpretation der Musikanten wird eigentlich nicht gesungen, aber das Publikum stimmte trotzdem ein.

Ein kleines musikalisches Bonbon war die solistische Polka "Junge Tenöre" aus der Feder von Peter Schad. Andreas Opp, Bariton, und Carolina Buess, Euphonium, feierten damit im Rahmen des Bockbierfestes ihre Premiere. Zum Abschluss des konzertanten Teils folgten die drei Titel, die wohl jeder mit dem Erzgebirge verbindet. Der Holzmichel lebt bei den Musikanten weiter und animierte das Publikum, sich von den Sitzen zu erheben. "Deitsch und frei" wurde genauso wie das Steigerlied mitgesungen.

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