Vorschüler lernen Retter kennen

Bei der Aktion Rettungs- wichtel erhalten Kinder Tipps rund ums Thema Sicherheit. FCE-Kapitän Männel unterstützt das Projekt - auch aus einem ganz persönlichen Grund.

Schneeberg.

"Das hat richtig Spaß gemacht", waren sich die Vorschüler aus der Zschorlauer Kindertagesstätte Haus für Kinder sicher. "Bei der Polizei durften wir Schutzkleidung testen und bei der Feuerwehr gab es Zielspritzen", erzählt die fünfjährige Mia. "Und die Notrufnummer kannte ich sogar schon. Die steht auf meiner Spielzeugfeuerwache", sagt der sechsjährige Levini. Die Kleinen waren von der Aktion "Rettungswichtel unterwegs" der Johanniter auf dem Gelände der Schneeberger Polizeifachschule ganz begeistert. Dort lernten am Mittwoch 210 Vorschulkinder aus der Region Schneeberg und Umgebung kindgerecht, wie man einen Notruf richtig absetzt und was getan werden muss, wenn ein Mensch bewusstlos ist. An den zwölf einzelnen Stationen wurden zudem Grundlagen der Ersten Hilfe vermittelt, ebenso wie Tipps für einen sicheren Schulweg.

Der Höhepunkt war zum Abschluss das Treffen mit Martin Männel. Der Auer Kapitän und Torhüter, der Schirmherr der Veranstaltung ist, überreichte Urkunden an die Kinder und natürlich auch jede Menge Autogrammkarten an die kleinen Fußballfans. "Mir ist das Thema sehr wichtig. Ich kann es sehr gut nachvollziehen, da mein großer Sohn jetzt als Schulanfänger auch selbst seinen Schulweg meistern muss. Aber auch die Autofahrer sollten entsprechend vorsichtig fahren", erklärte Männel.

So ging es an der Station des Regionalverkehrs Erzgebirge nicht nur darum, wie sich die Kinder im Bus richtig verhalten, sondern auch was es an der Haltestelle zu beachten gibt. So sei es sehr gefährlich vor oder hinter dem Bus über die Straße zu rennen. Mit dieser Gefahr sollten Autofahrer immer rechnen. "An diesem Tag geht es uns zudem darum, den Kindern die Angst vor Polizei, Feuerwehr und den Rettungskräften zu nehmen, damit sie im Notfall Hilfe holen können", erläutert Erik Schreier, Mitglied des Kreisvorstands der Johanniter-Unfall-Hilfe. Je früher die Kinder an die Themen Notruf und Erste Hilfe herangeführt würden, umso besser sei es. Und vielleicht entdeckte manches Mädchen oder Junge, dass sie später einmal bei der Polizei, Feuerwehr oder im Rettungswesen arbeiten möchten. "Die vielen positiven Rückmeldungen von den Eltern bestärken uns, dieses Angebot anzubieten. Dafür braucht es jedoch auch Unterstützung", so Schreier. Und der Ausbilder der Johanniter-Unfall-Hilfe, Sven Oschmann, ist begeistert: "Immer mehr Kinder kennen bereits die Notrufnummer 112." Zudem wären die Vorschüler sehr aufgeschlossen und wissbegierig gewesen.

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