VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE: Jäger der verlorenen Schätze

Warum ein Hohlraum eine Sensation ist, es die Wähler bunt trieben und Integration eine Frage des Alters ist.

Das Erzgebirge ist ein Schatz.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es Unesco-Welterbe wird. Vielleicht zeigt sich seine Schönheit oft nur auf den zweiten Blick oder gar nicht. Und manchmal ist sie gar unterirdisch. So können die Retter der Silberschmelzhütte St. Georgen im Schneeberger Ortsteil Neustädtel plötzlich auf eine Sensation hoffen. Denn unter dem einzigartigen Zeugnis der Bergbaugeschichte verbirgt sich vielleicht ein altes, vergammeltes Bergwerk. Ein Hohlraum wurde entdeckt. Nun können die Schatzjäger ihn mit ihrer Fantasie füllen. Und vielleicht findet sich dort das Bernsteinzimmer. Irgendwo muss es doch sein.


Selbst eine alte Radstube wäre okay. Aber bitte, nicht zu verwechseln mit Ratsstube, selbst wenn es dort nach den Wahlen auch rundgehen kann. So mancher Stadtrat wurde so bunt gewählt, dass es den Bürgermeistern bald zu bunt werden dürfte. Aufgrund der zu erwartenden langen Debatten wird überlegt, Notrationen auszureichen oder gleich im Ratskeller zu tagen. Sogar der Vorschlag machte die Runde, nur Rentner sollten in den Räten sitzen. Doch die haben ja auch keine Zeit, da sie ständig auf Kreuzfahrt sind. Am besten wären Singles mit Niveau, dann wäre der Frauenanteil in der Politik auch wieder höher.

Auch beim Thema Integration kann das Scherzgebirge wieder volle Planerfüllung melden. Ein Perser schult derzeit zum Erzgebirger um. Und wo kann das besser gelingen als im Seniorenheim. Auch wenn es die Jugend nicht hören mag, die Alten sind unsere Zukunft.

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