VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE: Schweine des Anstoßes

Wie weit geht Tierliebe in Aue? Wie wichtig ist der ICE für Schwarzenberg? Wann geht Grünhains Ampel aus?

Welches Tierchen hätten's denn gern? Diese Frage, die im Auer Zoo der Minis künftigen Paten gestellt wird, hat diese Woche ihre Unschuld verloren. Seitdem Facebook ein Foto von spielenden Minischweinen als Werbung für Pornografie deklariert hat, kann niemand mehr ohne Hintergedanken sagen: Ich hab mich in euren Nymphensittich verguckt. Oder: Ich liebe das Seidenkimonoäffchen. Ts, ts, ts. Weiß doch jeder, dass es in diesem Zoo nicht nur die Gänse wild treiben. Warum wohl hat die Schmuckschildkröte rote Wangen? Das Zebra dort ist ein Fink. Und Foxy Lady Filinchen erst!

Dabei waren die Nachrichten der Woche so optimistisch gewesen. Ein ICE machte Halt in Schwarzenberg. Der Testzug sollte Hindernisse auf den Schienen aufspüren und fand keinen Lebensmüden weit und breit. Weil das Leben im Erzgebirge eben schön ist! Ein anderer Zug fuhr mit 5G, aber ohne Führer durch Schlettau, womit unser Kampf für Breitband und gegen Rechts vorankam. Ein Kassierer zockte Tausende Euro bei seinen Gartenfreunden ab, was bewies, dass aus den als unzeitgemäß verpönten Kleingärten noch immer eine Menge rauszuholen ist.


Auch auf die Frage, was sich an der Baustellenampel tut, die seit gefühlt 20 Jahren zwischen Waschleithe und Grünhain steht, gab es eine Antwort: Demnächst werden die Glühbirnen durch Energiesparlampen ausgetauscht, die Ampel so auf klimafreundliches Weltniveau gehoben. Es könnte alles so paletti sein, wären wir Erzgebirger jetzt nicht als tierisch schweinisch verschrien, verblökt, verquakt, vergackert.

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