VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE : Stimmungsbarometer auf unter Null

Über den vagen Verdacht, dass Sonne und Radon im Erzgebirge ein Gasgemisch freisetzt, das depressiv macht.

Spüren Sie auch diese schlechte Stimmung? Irgendwie sind derzeit alle mies drauf.

Vielleicht hängt es ja mit dem schönen Wetter zusammen? Mag sein, dass die Mischung aus Sonnenschein von oben und Radon von unten die Menschen im Erzgebirge so verbittert. Vielleicht setzt das ein unsichtbares und geruchloses Gas frei, das depressiv macht? Überall, wo man hinkommt, wird gestöhnt, geschimpft oder die sind schon weg. Im Urlaub. Doch statt freudig die Koffer zu packen, wettert eine Frau im Supermarkt: "Dieser Stau kotzt mich jetzt schon wieder an!" Sie weiß das, ohne losgefahren zu sein. Alles Hellseher! Nein, Schwarzseher. Oder besser Schwarzmaler!

Vielleicht liegt es aber wirklich an zu viel Sonne. Schließlich wurden und werden zu viele Bäume gefällt. Früher, im Miriquidi, als das Erzgebirge noch ein dunkler Wald war, waren die Menschen glücklicher. Sonne und Radon, da kann schon was dran sein. Die große Linde in Sosa ist weg. Dort hat sie gewohnt, die Eule der Weisheit. Nun hat auch sie sich vom Acker gemacht. Sollte man vielleicht übers neue Trinkwassersystem in den Kliniken einen Stimmungsaufheller dosiert beimischen?

Übers Erzgebirge wird schon berichtet, hier tritt man ständig in braunen Sumpf. Unterirdisch!

Nicht mal die Fußball-WM löst Freude aus. Denn: Egal, wer gewinnt - es sind Ausländer. Und wenn man fragt, was ist das Problem: Mangelndes Wissen oder Desinteresse? Kommt prompt die Antwort: "Keine Ahnung, ist mir auch egal!"

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